Januar 2026 wird Make or Break für MicroStrategy und Bitcoin
6. Januar 2026
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Januar 2026 wird Make or Break für MicroStrategy und Bitcoin

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Leute, der Januar wird Make or Break für MicroStrategy und damit zwangsläufig auch für Bitcoin. In diesem Beitrag gehe ich mit euch zwei Dinge durch, auf die ihr zurzeit einfach achten müsst. Es sind Szenarien, auf die ich aktuell selbst Trading-Ideen laufen habe, und ich kann mir gut vorstellen, dass diese recht profitabel werden.

Du musst das natürlich für dich selbst entscheiden, aber hier ist die ungeschminkte Wahrheit über die aktuelle Lage.

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1. Die katastrophalen Q4-Zahlen

Als Allererstes: Wir haben für Q4 absolut katastrophale Zahlen für MicroStrategy gesehen. Das Unternehmen hat diese Zahlen sogar schon in ihrem 8-K Formular veröffentlicht.

Hier sind die Fakten:

  • Sie haben in Q4 einen unrealisierten Verlust von 17,4 Milliarden Dollar gemacht.
  • Aufs ganze Jahr gesehen sind es 5,4 Milliarden Verlust.

Warum ist das relevant? Bisher haben Michael Saylor und viele andere immer damit gehypt, wie toll die Gewinne von MicroStrategy sind. Dabei haben sie nie erwähnt, dass diese Gewinne unrealisiert waren. Wollte man sie realisieren, müsste man gegen Cash tauschen, was den Bitcoin-Preis ins Bodenlose crashen lassen würde.

Jetzt dreht sich das Blatt extrem. Ein wichtiger Parameter, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf ihre unrealisierten Gewinne, ist durch die Verluste quasi unendlich hoch geworden. Das zerstört meiner Ansicht nach jegliche Hoffnung für ein S&P 500 Listing in naher Zukunft. Analysten werden auf dieses Verlustjahr 2025 und das katastrophale Q4 zeigen. Das wird nach vorne hin ein riesengroßes Problem für die Firma sein.

2. Der 15. Januar: Die Delisting-Gefahr

Das ist die Basis, aber jetzt kommt das zweite, riesengroße Thema: Am 15. Januar erwarten wir ein Announcement. Es besteht das Potenzial, dass MicroStrategy und andere "Digital Asset Treasury"-Titel aus ganz vielen Indizes fliegen (Delisting).

Sollte das passieren, würde das bei Strategy einen brutalen Verkaufsdruck auslösen – wir reden hier von 10 Milliarden Dollar und mehr.

Beide Punkte zusammen machen diesen Monat für mich sehr, sehr schwierig, egal ob du MicroStrategy-Investor oder Bitcoin-Halter bist.

Die harte Realität: Negativer Yield & Discount

Schauen wir uns die Fakten an:

  • Performance: MicroStrategy ist minus 48 Prozent aufs letzte Jahr. Es ist krass, dass sie das sogar auf ihrer eigenen Webseite zeigen, nur als Bitcoin-Halter warst du schlecht unterwegs, aber mit Strategy noch schlechter.
  • Negativer Bitcoin Yield: Das Argument, dass man "mehr Bitcoins" bekommt, zieht nicht mehr. Aufs Jahr gesehen hast du hier einen negativen Yield. Das ist eine absolute Katastrophe.
  • NAV Discount: Der richtige Net Asset Value (NAV) wird mit einem brutalen Discount gehandelt, wir sind hier bei 21 % Discount.

Ich gehe sogar so weit zu sagen: Wir sehen 2026 vielleicht eine MicroStrategy Market Cap im Bereich von einem Dollar Market Cap. Es gibt keinen Grund, dort nicht runterzugehen, denn die Bitcoins können ja nicht einfach veräußert werden.

Die drohende Todesspirale

Das eigentliche Risiko ist folgendes: Was passiert, wenn die Aktionäre Druck auf Saylor und den CEO machen, weil die Aktie so stark im Discount ist? Der einzige Weg, Mehrwert zu schaffen, wäre, die eigenen Aktien mit Dollar zurückzukaufen.

Aber wie kriegen sie Dollar? Indem sie Bitcoins verkaufen.

Das könnte eine Todesspirale auslösen, die extrem gefährlich ist. Alleine das Potenzial dafür – die bloße Drohung – ist gefährlicher als die Aktion selbst. Beim Investieren geht es oft mehr um die Erwartungshaltung als um die Realität.

Fazit: Vorsicht ist geboten

Der Markt ist zurzeit nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen. Wir haben im letzten Zyklus zum ersten Mal keine technische Innovation gesehen (kein ICO-Hype, kein DeFi, keine NFTs), sondern alles wurde durch Wall Street und Digital Asset Treasuries getrieben. Nichts Krypto-Spezifisches. Genau deshalb wenden sich viele OGs ab und das Retail-Interesse fehlt.

Der Januar wird ein "Make or Break". Wenn das Delisting kommt und diese schlechten Earnings wirken, sehe ich schwarz für 2026.

Jetzt seid ihr dran: Glaubt ihr, dass am 15. Januar das Delisting von Strategy announced wird? Ja oder Nein?.

Lasst es mich in den Kommentaren wissen. Teilt diesen Beitrag auch gerne mit Leuten, die diese Infos zu den Earnings und dem Delisting noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater