Zeitreise zum Fed-Meeting: Was Jerome Powell in 12 Stunden verkünden wird
18. März 2026
Daily Snippet

Zeitreise zum Fed-Meeting: Was Jerome Powell in 12 Stunden verkünden wird

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 18. März 2026

Leute, einen wunderschönen Mittwoch! Es ist der 18. März. Die US-Notenbank (Fed) macht ihr großes Announcement zwar erst in einem halben Tag, aber hier im Snippet machen wir eine Zeitreise und ihr bekommt die voraussichtlichen Ergebnisse schon jetzt.

Nein, ich bin kein Zeitreisender, sondern es ist rein wahrscheinlichkeitsmäßig so, dass man ziemlich genau erwarten kann, was die Fed hier verkünden wird.

Die harten Fakten: Keine Zinsänderung erwartet

Das Allerwichtigste vorweg: Wir erwarten heute keine Zinsveränderung. Der Leitzinssatz wird sehr wahrscheinlich bei 3,5 bis 3,75 % bleiben.

Auch der Blick nach vorne zeigt ein ruhiges Bild:

  • Für den April wird keine Zinsänderung erwartet.
  • Im Mai bekommen wir einen neuen Chair. Es bleibt die spannende Frage, ob Jerome Powell in der Fed bleibt oder nicht.
  • Eine tatsächliche Zinssenkung (um einen Viertelprozentsatz) wird vom Markt aktuell erst für das Meeting im Juli eingepreist.

Es gibt sogar einige "Verrückte" bzw. kritische Stimmen am Markt, die davon ausgehen, dass wir eher höhere Zinsen sehen könnten. Das liegt daran, dass andere Zentralbanken (wie z. B. in Europa) aktuell eher den Trend zu steigenden Zinsen haben, um der Inflation vorzugreifen.

Stagflation: Das Dilemma der Fed

Warum diese Unsicherheit? In der Fed kämpfen immer zwei Mandate gegeneinander: stabile Preise (gegen Inflation) versus eine stabile Arbeitswelt (gegen Rezession).

Zurzeit erleben wir das klassische Szenario der Stagflation: Wir sehen Anzeichen einer Rezession bei gleichzeitig steigenden Preisen, die über dem Niveau liegen, das die Fed gerne hätte.

Worauf wir heute wirklich achten müssen

Der Knackpunkt für heute wird nicht die Zinsentscheidung selbst sein, sondern das, was Jerome Powell zwischen den Zeilen durchsickern lässt.

Folgende Themen stehen im Fokus:

  1. Inflation vs. Rezession: Wie schätzt er die aktuelle Lage ein? Ich erwarte, dass er betont, stark datengetrieben ("data-driven") zu agieren und von Meeting zu Meeting zu entscheiden.
  2. Der Iran-Konflikt & Ölpreise: Wie bewertet er den hohen Ölpreis (100 Dollar pro Barrel)? Glaubt er, dass dies eine Rezession auslöst, neues Gelddrucken erfordert oder Eingriffe gegen zu hohe Preise nötig macht?
  3. Die persönliche Ebene: Lässt er durchsickern, ob er ab Mai in der Fed bleibt? Und wird er sich zu der laufenden Criminal Investigation gegen ihn äußern? (Letzteres wird er vermutlich mit dem Hinweis auf ein laufendes Verfahren abblocken).

Fazit

Die heutige Sitzung wird sehr wahrscheinlich ein formeller "Non-Event" in Bezug auf Zinsänderungen. Die Börse ist aktuell in Abwartestimmung. Parallel dazu "tröpfelt" der Iran-Konflikt dahin, Trump will das beenden, steckt aber fest und muss dringend die Straße von Hormus wieder aufbekommen.

Wir werden heute genau zuhören, ob Powell uns kleine Hinweise auf die zukünftige Tendenz gibt.

Makro-Puzzles richtig zusammensetzen, statt Headlines traden.

Genau solche Tage zeigen den Unterschied zwischen Zockern und Investoren: Wer nur auf die lauten News wartet, ist heute enttäuscht. Wer aber versteht, wie man Stagflation, Zinspolitik und Geopolitik richtig einordnet, erkennt die echten Chancen zwischen den Zeilen.

Wenn du lernen willst, dieses Makro-Puzzle richtig zusammenzusetzen, ist der Inner Circle dein Umfeld. Dort brechen wir genau diese Themen jede Woche fundiert herunter, ohne Panikmache und ohne Hype, sondern mit klaren Daten und strukturierten Analysen.

👉 [Hier für den Inner Circle bewerben und Märkte strukturierter einordnen]

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater