Was passiert, wenn Michael Saylor seine Bitcoin verkauft?
8. Mai 2026
Daily Snippet

Was passiert, wenn Michael Saylor seine Bitcoin verkauft?

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 08. Mai 2026

Leute, einen wunderschönen Freitagmorgen. Es ist der 8. Mai. Willkommen beim Snippet, deinem täglichen kurzen Insight in die Finanzwelt.

Was passiert, wenn Michael Saylor seine Bitcoin verkauft? Der Fokus liegt hier wirklich auf dem Wort wenn, nicht mehr auf dem Wort falls. Genau das schauen wir uns heute im Snippet an.

Schon wieder ein Bitcoin-Thema

Heute starten wir überraschenderweise in ein zweites Bitcoin-Thema diese Woche. Eigentlich wollte ich das gar nicht machen. Ich habe aber so viele Anfragen auf Social Media bekommen, wie ich das sehe und ob ich jetzt glaube, dass Saylor wirklich seine Bitcoin verkauft.

Dass ich zurzeit keine Bitcoin habe, habe ich oft genug gesagt. Ich bin seit knapp eineinhalb Jahren bearish. Wenn man sich den Preischart anschaut, gibt es auch recht wenig Gründe, bullish zu sein.

Auf die letzten fünf Jahre gibt es fast keinen Zeitpunkt, an dem Bitcoin gegen die Nasdaq im Plus ist. Und dort, wo Bitcoin im Plus ist, muss man sich wieder die Frage stellen, ob das Risk Reward adjusted überhaupt attraktiv ist. Für mich ist es das nicht wirklich.

Auf die letzten zwei Jahre ist Bitcoin gegen die Nasdaq komplett auf einem Tief. Ich habe Anfang 2025 meine Bitcoin abgestoßen. Seitdem hat Bitcoin fast 50 Prozent gegen die Nasdaq verloren.

Klar, die Nasdaq hat durch KI in diesen eineinhalb Jahren extrem dazugewonnen. Bitcoin hat im Vergleich dazu einfach im Preis verloren. Das ist hier ziemlich dramatisch.

Was Saylor im Earnings Call gesagt hat

In dieser schwachen Preisaction hatte Strategy diese Woche Earnings. Michael Saylor hat in diesem Call ziemlich überraschend sehr klar ausgedrückt, dass sie Bitcoin verkaufen werden, um Dividendenzahlungen nachzukommen.

Das hat natürlich unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Die Bitcoin-Fans, die sonst immer sagen „verkaufe niemals deine Bitcoin“, sagen jetzt plötzlich, dass es total smart sei, wenn hier Bitcoin verkauft werden. Sie wechseln ihre Meinung einfach so, wie es gerade passt.

Das Problem ist: Sie wechseln ihre Meinung nicht, wenn sich die Fakten ändern. Sie wechseln ihre Meinung so, dass es immer irgendwie aufgeht. Wenn der Preis raufgeht, super. Wenn der Preis runtergeht, super. Aus Investment-Sicht ist das eine Katastrophe.

Die Kritiker, und da zähle ich mich klar dazu, zeigen jetzt natürlich genau darauf und sagen: Schau, das ist genau das, was kommen wird. Am Ende wird Strategy seine Bitcoin verkaufen müssen. Das kann eine brutale Lawine auslösen, weil es diesen Schneeball komplett zerreißen kann und Bitcoin am Ende wahrscheinlich massiv nach unten drückt.

Zwei Lager, zwei komplett unterschiedliche Sichtweisen

Jetzt gibt es zwei Camps.

Das eine Camp sagt: Es kann schon sein, dass Saylor seine Bitcoin verkauft, aber es hat eigentlich keinen großen Impact auf den Preis.

Das andere Camp, zu dem ich mich zähle, sagt: Doch, es hat einen massiven Impact auf den Preis.

Schauen wir uns beide Sichtweisen kurz an.

Warum manche glauben, dass Saylor-Verkäufe keinen Impact haben

Die erste Fraktion sagt: Das Tradingvolumen bei Bitcoin liegt jeden Tag bei Milliarden. Wenn Saylor also Bitcoin verkauft, werde der Markt das schon aufnehmen.

Das Problem an diesem Argument ist: Tradingvolumen ist nicht gleich Kauf- und Verkaufsinteresse. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Da gibt es Bots, da gibt es linke Tasche, rechte Tasche, da gibt es sehr viel Bewegung, die nicht automatisch echte Nachfrage bedeutet.

Dann sagen sie auch: Wenn Saylor Milliarden Dollar an Bitcoin kauft und der Preis nicht dauerhaft raufgeht, dann wird der Preis auch nicht runtergehen, wenn er Milliarden verkauft.

Das ist die eine Fraktion.

Warum ich glaube, dass der Impact extrem ist

Die andere Fraktion, und dazu zähle ich mich, sagt: Der Impact ist extrem. Und ich glaube, man kann das auch beweisen.

Saylor ist der Eiermann. Das bedeutet: Er macht den Eierpreis. In diesem Fall macht er den Bitcoinpreis. Man sieht das immer dann, wenn er kauft. Er kauft das Top. Das liegt nicht daran, dass er so ein schlechter Trader ist, sondern daran, dass er den Preis nach oben zieht.

Der Grund, warum der Preis dann nicht weiter raufgeht, ist, dass so wenig echtes Interesse im Markt ist. Es gibt kein Retail-Interesse. Es gibt kein institutionelles Interesse. Es gibt zurzeit kaum jemanden, der wirklich Interesse an Bitcoin hat.

Man sieht das auch an den Coinbase Earnings Daten von gestern. Die Trading-Daten dort waren katastrophal. Wirklich dramatisch.

Man sieht es auch wieder an seiner neuen Vorzugsaktie STRC. Die tut sich zurzeit sehr schwer, wieder auf Parität zu kommen. Saylor versucht immer wieder ein neues Kaninchen aus dem Hut zu zaubern, um den Preis irgendwie weiter nach oben zu ziehen.

Wenn er jetzt anfängt, Bitcoin zu verkaufen, dann wird meiner Ansicht nach diese Lawine richtig ausgelöst. Denn es ist nicht nur so, dass er selbst Bitcoin verkaufen wird. Dann verkaufen auch viele andere ihre Bitcoin.

Denn wer hat schon Lust, sich von Saylor den Preis runterdumpen zu lassen?

Genau das ist meiner Ansicht nach am Ende das wirklich Dramatische daran.

Ein Zug, der auf eine Wand zurast

Für mich sieht das aus wie ein Zug, der auf eine Wand zurast. Ich glaube, Saylor weiß es, aber er gesteht es nicht ein. Ich glaube auch, dass viele Leute das verstehen, es sich aber ebenfalls nicht eingestehen.

Die Bitcoin-Maxis gestehen es sich nicht ein. Die Leute, die draußen sitzen, sagen: Okay, jetzt warten wir mal ab, bis der Zug leider an die Wand knallt. Dann schauen wir, was übrig bleibt und ob man danach wieder einsteigen kann oder nicht.

Saylor hatte heute auch einen ominösen Tweet, in dem er schreibt: Kauf mehr Bitcoin, als du verkaufst.

Heißt das, dass er bereits beginnt, Bitcoin zu verkaufen? Keine Ahnung.

Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, wie du das siehst.

Wenn sich Fakten ändern, ändere ich meine Meinung

Ich verstehe natürlich, dass Leute sagen: Du hast doch vor zwei Jahren gesagt, Bitcoin sei toll.

Ja, bis vor eineinhalb Jahren war es auch toll. Ich habe dann ziemlich genau das Top getroffen, verkauft und warte seitdem an der Seitenlinie.

Wenn sich Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Zurzeit muss ich meine Meinung aber nicht ändern. Zurzeit wird es aus meiner Sicht mit Bitcoin einfach nur schlimmer.

Wenn du in Bitcoin investiert bist, hoffe ich, dass du gut im Leiden bist. Der Preis ist wirklich eine einzige Katastrophe.

Wenn du nicht in Bitcoin investiert bist, dann gibt es aus meiner Sicht aktuell spannendere Dinge. Nasdaq, KI, Tech, Short-Ideen und andere Trading-Möglichkeiten.

Was ist Lärm?

Lärm sind für mich alle Erklärungen, die immer im Nachhinein passend gemacht werden. Wenn Bitcoin steigt, war es bullish. Wenn Bitcoin fällt, war es angeblich auch bullish. Wenn Saylor kauft, ist es genial. Wenn Saylor verkauft, ist es plötzlich ebenfalls genial.

Das ist keine saubere Investment-Analyse. Das ist für mich einfach nur eine Rechtfertigungsschleife.

Lärm sind auch Aussagen, dass Tradingvolumen automatisch bedeutet, dass der Markt große Verkäufe locker aufnehmen kann. Tradingvolumen ist nicht automatisch echte Nachfrage.

Was ist für mich Signal?

Signal ist für mich nicht, was Bitcoin-Fans oder Kritiker jeden Tag auf Social Media sagen. Signal ist, was Saylor wirklich macht.

  1. Verkauft Strategy Bitcoin, um Dividendenzahlungen zu bedienen?
  2. Kommt STRC wieder sauber auf Parität?
  3. Gibt es echtes Retail-Interesse?
  4. Gibt es echtes institutionelles Interesse?
  5. Wie sehen die Trading-Daten bei Plattformen wie Coinbase aus?

Das sind die Datenpunkte, auf die ich schaue. Nicht auf irgendwelche Meinungen, Memes oder Preisziele.

Mein Blick auf Bitcoin bleibt bearish

Ich bin weiterhin nicht in Bitcoin investiert. Ich bin seit knapp eineinhalb Jahren bearish und sehe aktuell keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Gegen die Nasdaq ist Bitcoin extrem schwach. Die Risk Reward adjusted Rendite ist für mich unattraktiv. Das Retail-Interesse ist weg. Institutionelles Interesse sehe ich nicht wirklich. Saylor ist aus meiner Sicht der zentrale Faktor, und genau dieser Faktor wird immer fragiler.

Wenn Strategy wirklich Bitcoin verkaufen muss, kann das eine Dynamik auslösen, die viele Bitcoin-Investoren massiv unterschätzen.

Und das ist am Ende der wichtigste Punkt: Nur weil ich Bitcoin aktuell nicht spannend finde, heißt das nicht, dass ich im Markt keine Chancen sehe.

Ganz im Gegenteil.

Ich sehe aktuell deutlich spannendere Möglichkeiten außerhalb von Bitcoin. Vor allem bei Unternehmen, die echte Substanz haben, starke Marktpositionen besitzen und in einem nervösen Umfeld nicht nur von einer Story leben.

Denn genau darum geht es für mich beim Investieren: Nicht an einem Narrativ festhalten, nur weil man es früher einmal richtig fand. Sondern laufend prüfen, wo das Verhältnis aus Chance, Risiko und Substanz heute wirklich attraktiv ist.

Deshalb habe ich ein kostenloses PDF vorbereitet.

Darin zeige ich dir 3 Unternehmen, die ich in diesem nervösen Markt besonders spannend finde und worauf ich bei diesen Ideen konkret achte.

Keine endlose Liste. Keine Hype Aktien. Keine Story, die nur auf Hoffnung basiert. Sondern drei konkrete Unternehmen mit echter Substanz, klarer Marktposition und spannender Ausgangslage.

Wenn du also wissen willst, wo ich aktuell deutlich mehr Potenzial sehe als bei Bitcoin, dann lade dir das kostenlose PDF hier herunter:

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Gerade in solchen Phasen machen viele Anleger den Fehler, an alten Gewinnern festzuhalten, obwohl sich die Fakten längst verändert haben. Dieses PDF soll dir helfen, wieder klarer zu sehen, welche Unternehmen in diesem Markt wirklich Qualität zeigen.

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater