Michael Burry shortet den KI Boom: Lärm, Signal und was ich jetzt im Portfolio mache
6. Juli 2026
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Michael Burry shortet den KI Boom: Lärm, Signal und was ich jetzt im Portfolio mache

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 06. Juli 2026

Michael Burry, der bekannte Superstar aus The Big Short, geht wieder einmal short.

Diesmal praktisch gegen den gesamten Markt. Vor allem aber gegen den Chip und KI Sektor, gegen Tesla und auch gegen die Nasdaq.

Ja, der Mann hat gefühlt 200 der letzten drei Crashes vorausgesagt. Aber die Daten dahinter sollte man trotzdem kennen.

In den nächsten Minuten verstehst du, was an Burrys Wette Lärm ist, was hartes Signal ist und wie ich selbst positioniert bin.

Michael Burry legt sein Short Paket offen

Starten wir direkt in das Thema hinein.

Wie immer zuerst die Fakten.

Am 30. Juni legte Burry in seinem Substack Cassandra Unchained ein ganzes Short Paket offen.

Er shortet Nvidia, Applied Materials, den gesamten Chip ETF Sektor und Tesla.

Außerdem shortet er zum ersten Mal in seinem Leben Caterpillar.

Sein Kommentar dazu: Die Aktie habe ihm auf der Long Seite immer Freude gemacht. Aber das Geschäft stütze diesen extremen Preis nicht mehr.

Caterpillar ist über 86 Prozent im Plus und war einer der besten S&P Werte.

Wenn ein Baggerhersteller plötzlich als KI Rechenzentrums Gewinner gefeiert wird, muss man sich schon fragen, ob ein 53 facher Gewinnmultiplikator wirklich noch korrekt ist.

Burry setzt auch gegen Nasdaq und Chips

Burry hält außerdem Januar Puts auf die gesamte Nasdaq.

Dazu hat er auf den Chip Sektor Puts für März 2027 gesetzt. Die Strikes liegen bei 400. Da scheint also schon einiges an Kapital drin zu sein.

Seine These: Er glaubt an ein Blow Off Top und denkt, dass der ganze Markt ein Problem bekommen wird.

Die Frage ist natürlich: Woher kommt diese Einschätzung?

Und da werden die Daten spannend.

Die Daten hinter Burrys These

Der Philadelphia Semiconductor Index notiert über 65 Prozent über seiner 200 Tageslinie.

Das gab es seit dem Jahr 2000 nicht mehr.

Und du weißt, was im Jahr 2000 passiert ist.

Genau: Dotcom Bubble.

Das Kurs Umsatz Verhältnis des Index liegt über 16. Und selbst wenn man Nvidia herausrechnet, wird es kaum besser.

Der SOX, also der Semiconductor Index, hat im ersten Halbjahr plus 111 Prozent gemacht.

Einige Titel daraus sind komplett crazy gelaufen.

SanDisk war im ersten Halbjahr 856 Prozent im Plus. Ich war dort nicht long.

Micron war ich long. Die Aktie lag rund 300 Prozent vorne.

Intel war ebenfalls fast 300 Prozent im Plus.

Das ist schon ziemlich krass, wenn man sich das alles anschaut.

Was ist Lärm?

In dem Ganzen gibt es natürlich viel Lärm.

Der erste große Lärm ist Michael Burry als Person.

Er ist der Superstar aus The Big Short. Genau das lieben die Schlagzeilen. Und natürlich liebt es auch X, sich darüber lustig zu machen, dass Burry immer irgendetwas shortet.

Der Spruch ist ja: Er hat 200 der letzten drei Crashes vorausgesagt.

Das ist lustig, aber es ist eben nur ein Teil der Wahrheit.

Ein weiterer Lärm Punkt: Niemand kennt wirklich die Positionsgrößen.

Nur weil Burry short ist, weiß man nicht, wie groß die Positionen wirklich sind.

Es kann sein, dass diese Shorts einfach nur ein Hedge für bestehende Long Positionen sind.

Es kann aber auch sein, dass er das Ganze nackt macht und wirklich Vollgas short ist.

Das ist ein riesiger Unterschied.

Deshalb ist es extrem gefährlich, das blind zu kopieren.

Vielleicht ist er immer noch netto long. Vielleicht ist er wirklich aggressiv short. Wir wissen es nicht.

Was ist Signal?

Das Signal sind die Daten.

Egal, wer darüber spricht.

Wenn der Semiconductor Index 65 Prozent über seiner 200 Tageslinie steht, ist das relevant.

Wenn es das zuletzt beim Platzen der Dotcom Bubble gab, ist das relevant.

Wenn der ganze Index mit dem 16 fachen Umsatz gehandelt wird, ist das extrem.

Wenn einzelne Aktien im ersten Halbjahr mehrere hundert Prozent steigen, ist das relevant.

Und wenn ein Baggerhersteller plötzlich zur KI Aktie wird und mit dem 53 fachen Gewinn gehandelt wird, sollte man sich das sehr genau überlegen.

Das ist nicht einfach nur Burry Drama.

Das sind echte Marktdaten.

Die letzten Earnings zeigen erste Risse

Man sieht es auch in den letzten Earnings.

Tesla hatte letzte Woche gute Zahlen. Wir haben es am Freitag besprochen. Aber es hat nicht gereicht.

Broadcom hatte ebenfalls starke Zahlen. Auch das hat nicht gereicht und die Aktie ging danach ziemlich runter.

Selbst Micron hat unglaublich gute Zahlen geliefert, inklusive vertraglich gesicherter Verträge. Trotzdem ging die Aktie später wieder runter.

Das zeigt: Der Markt ist nicht mehr nur begeistert von guten Zahlen.

Die Erwartungen sind inzwischen so hoch, dass selbst starke Ergebnisse teilweise nicht mehr reichen.

Und genau das ist ein typisches Bubble Terrain.

Was mache ich im Portfolio?

Bei mir ist dieses Bubble Terrain Thema schon seit Wochen relevant.

Mich überrascht es also überhaupt nicht, dass Burry jetzt darüber spricht.

Ich shorte das Ganze aber nicht blind.

Ich bin nicht Burry. Ich wette nicht einfach darauf, dass jetzt alles platzt. Vor allem weiß ich nicht einmal genau, was er wirklich laufen hat. Vielleicht ist es nur ein Hedge.

Bei mir im Family Office und im Inner Circle mache ich deshalb etwas anderes.

Ich bin selektiv long in Namen mit echtem Umsatz, echten Geschäftsmodellen und richtig guten Firmen.

Gleichzeitig habe ich bei Positionen, die im ersten Halbjahr extrem gelaufen sind, Trims gemacht.

Dort habe ich richtig geile Gewinne gemacht. Jetzt werde ich einfach etwas vorsichtiger.

Hedges statt Crash Wette

Ich fahre die Risk Off Quote hoch.

Ich habe Hedges laufen.

Der große Unterschied ist: Ich wette nicht einfach auf den Knall.

Ich positioniere mich so, dass es mir egaler ist, wenn dieser Knall kommt.

Und genau solche asymmetrischen Setups baue ich Woche für Woche auf.

Das ist für mich viel sinnvoller, als jetzt blind irgendwelche Shorts hinterherzukaufen.

Denn eine Bubble zu erkennen, ist relativ einfach.

Das sehen wir auf Social Media. Das sehen wir in den News. Das sehen wir in den Bewertungen.

Aber den genauen Zeitpunkt des Platzens zu kennen, ist das Relevante.

Und genau das ist fast unmöglich.

Warum ich nicht einfach alles shorte

Der Markt kann länger irrational bleiben, als viele Investoren liquide bleiben.

Deshalb ist es gefährlich, nur deshalb short zu gehen, weil etwas teuer aussieht.

Teuer kann noch teurer werden.

Überhitzt kann noch überhitzter werden.

Und gerade in einem KI Markt, in dem so viel Kapital, Narrative und Momentum zusammenkommen, kann so eine Bewegung länger laufen, als man glaubt.

Deshalb hedge ich lieber, statt stumpf auf den Crash zu wetten.

Was Anleger aus Burrys Short lernen können

Für mich ist Burrys Positionierung nicht automatisch ein Verkaufssignal für alles.

Aber sie ist ein Warnsignal.

Sie zeigt, dass wir in einem Markt sind, in dem Bewertungen, Momentum und Story teilweise extrem auseinanderlaufen.

Und genau dort muss man selektiv sein.

Es reicht nicht mehr, einfach jeden KI Namen zu kaufen.

Es reicht auch nicht, einfach zu sagen: Alles ist Bubble, also alles shorten.

Man muss unterscheiden.

Welche Firmen haben echten Umsatz?

Welche Firmen haben echte Nachfrage?

Welche Firmen haben Cashflow?

Welche Firmen sind nur Story?

Und bei welchen Aktien ist selbst eine gute Firma inzwischen zu teuer?

Merksatz des Tages

Eine Bubble zu erkennen, ist relativ einfach. Den genauen Zeitpunkt ihres Platzens zu kennen, ist fast unmöglich. Deshalb hedge ich lieber, als blind auf den Crash zu wetten.

Burrys Short ist für mich nicht der Punkt.

Der Punkt sind die Daten dahinter.

Wenn der Semiconductor Index so weit über seiner 200 Tageslinie steht wie zuletzt zur Dotcom Zeit, wenn Bewertungen auf extreme Umsatzmultiples laufen und wenn selbst starke Earnings nicht mehr reichen, dann ist klar: Wir sind in einem Markt, in dem Selektion wieder brutal wichtig wird.

Denn in so einer Phase gibt es zwei Fehler.

Blind alles kaufen, weil KI gerade läuft.Blind alles shorten, weil es teuer aussieht.

Beides kann teuer werden.

Für mich ist die bessere Frage: Welche Unternehmen haben echte Nachfrage, echten Umsatz, starken Cashflow, ein belastbares Geschäftsmodell und trotzdem noch ein vernünftiges Chance-Risiko-Verhältnis?

Denn auch in einem überhitzten Markt gibt es Unternehmen, die nicht nur von Story getragen werden. Es gibt Firmen mit Substanz. Firmen, die profitieren können, ohne dass man blind auf den nächsten Hype aufspringen muss.

Deshalb habe ich ein kostenloses PDF vorbereitet:
Meine 3 Investment Ideen für diesen nervösen Markt

Darin zeige ich dir 3 Unternehmen, die ich aktuell besonders spannend finde und worauf ich achte, wenn Märkte zwischen KI Hype, echten Zahlen, Bewertung, Cashflow und Substanz unterscheiden müssen.

Wenn du wissen willst, welche 3 Unternehmen für mich aktuell in dieses Marktumfeld passen, dann lade dir das PDF hier kostenlos herunter: Meine 3 Investment Ideen für diesen nervösen Markt

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater