Mark Cuban verkauft Bitcoin: Warum das Narrativ für mich tot ist
Datum: 25. Mai 2026
Mark Cuban hat praktisch seine ganzen Bitcoin verkauft. Sein Grund ist brutal: Das Bitcoin Narrativ sei tot. Seine wichtigste Frage zielt direkt auf den Elefanten im Raum. Er fragt: „Who knows how much of the price is Saylor propping up?“
Also: Wie viel vom Bitcoin Preis wird eigentlich durch Saylor gestützt?
Das sind genau die Fragen, die ich hier auch stelle. Und deshalb geht es in der heutigen Episode darum, was das Ganze für dein Portfolio heißt.
Einen wunderschönen Montagmorgen. Es ist der 25. Mai. Willkommen in einer neuen Handelswoche. Willkommen beim Snippet, deinem täglichen kurzen Insight in die Finanzwelt.
Mark Cuban hat verkauft
Starten wir mit den Fakten. Mark Cuban, Milliardär und Shark Tank Investor, hat öffentlich gemacht, dass er den Großteil seiner Bitcoin verkauft hat.
Seine Begründung war sinngemäß: Meine These hat nicht gehalten, also habe ich verkauft.
Und genau das ist eigentlich ein extrem wichtiger Satz. Wenn sich die Fakten ändern, dann ändert ein guter Investor seine Meinung.
Nach der klassischen Bitcoin These müsste Bitcoin heute deutlich höher stehen. Ganz egal, ob du Bitcoin wie Tech tradest oder ob du Bitcoin als Risk Off Asset beziehungsweise Hedge siehst. Tech ist aktuell auf einem All Time High. Wenn Bitcoin wie Tech funktionieren würde, müsste Bitcoin ebenfalls viel stärker sein. Wenn Bitcoin als Hedge funktionieren würde, müsste Bitcoin in diesem Umfeld ebenfalls deutlich stärker sein.
Beides passiert nicht.
Bitcoin verliert gegen die Nasdaq massiv
Bitcoin hat sich in den letzten eineinhalb Jahren extrem schwach entwickelt. Aufs Jahr gesehen ist Bitcoin fast 14 Prozent im Minus.
Ich habe vor eineinhalb Jahren meine ganzen Kryptos verkauft und damals gegen die Nasdaq getauscht. Seitdem hat sich Bitcoin im Vergleich zur Nasdaq halbiert. Das muss man sich einmal vorstellen.
Die ETF Flows sind fast durchgehend rot. Wenn Saylor nicht kauft, gibt es einfach nur Outflows. Auch aufs Jahr gesehen sind die ETFs netto im Outflow.
Aktien hingegen stehen auf Höchstständen. Die Nasdaq pumpt weiter. Wir sehen teilweise die längsten Gewinnserien seit Jahren.
Und egal, ob du sagst, Gelddruck bringt Bitcoin nach oben oder Risk Off bringt Bitcoin nach oben: Es passiert nicht.
Für mich ist das ganze Bitcoin Narrativ gestorben. Es gibt kein echtes Interesse mehr. Die einzige Preisstütze scheint Michael Saylor zu sein. Wenn er nicht kauft, fehlt der marginale Käufer.
Was ist Lärm?
Lärm ist für mich die Aussage, Bitcoin geht auf null. Das wird meiner Meinung nach nicht passieren.
Ich persönlich glaube, wir können Bitcoin Preise um die 10.000 sehen, vielleicht sogar unter 1.000, wenn Michael Saylor und Strategy implodieren. Aber Bitcoin auf null ist für mich trotzdem Lärm.
Genauso Lärm ist aber auch das Gegenteil. Wenn die Maxis schreien, Mark Cuban kennt sich nicht aus, ich kenne mich nicht aus und Bitcoin geht jetzt auf eine Million, dann ist das genauso Müll.
Beide Extreme helfen dir nicht bei einer sauberen Investmententscheidung.
Was ist Signal?
Das wichtigste Signal sind für mich die Käufe von Saylor.
Er ist am Ende der strukturelle Käufer. Wenn er nicht kauft, kollabiert das Ganze. Das sieht man immer deutlicher. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür und immer mehr Analysten zeigen das inzwischen auch ziemlich klar auf.
Bitcoin ist für mich kein wirklich dezentrales Asset mehr. Es ist durch diese Struktur immer stärker zentralisiert worden.
Dann muss man sich natürlich die Frage stellen: Welche wirklichen Use Cases hat Bitcoin noch?
Jetzt kam wieder eine neue Story im Wall Street Journal auf, dass im Iran fast eine Milliarde Dollar an Sanktionen mit Bitcoin umgangen wurden. Das ist natürlich ein Use Case. Aber ich weiß nicht, ob das der Use Case ist, den große Wall Street Firmen unbedingt sehen wollen.
Auch das muss man reflektieren.
Wohin rotiert das Kapital?
Die nächste Frage ist: Wie rotiert das Kapital weiter?
Gibt es noch diesen spekulativen Store of Value? Gibt es wirklich wieder eine Phase, in der Bitcoin plötzlich als großer Profiteur gesehen wird? Ich habe hier meine Zweifel.
Der Kapitalmarkt zeigt zurzeit etwas anderes. Die Nasdaq läuft. Aktien laufen. KI und Tech laufen. Bitcoin läuft nicht.
Und wenn ein Asset in genau den Phasen nicht performt, in denen es laut Narrativ performen müsste, dann muss man irgendwann ehrlich sagen: Die These hält nicht.
Was mache ich mit meinem Portfolio?
Ich bin seit eineinhalb Jahren komplett aus Krypto raus. Und jeden Tag sieht diese Entscheidung besser aus.
Mein Portfolio ist fast am All Time High. Wir sind über 10 Prozent im Plus im Portfolio. Bitcoin ist aufs Jahr gesehen rund 14 Prozent im Minus.
Wir hatten diese Woche auch eine Short Idee im Inner Circle laufen. Die war der Winner der Woche. Das ist natürlich logisch, wenn es so bergab geht.
Mein Setup für die kommenden Wochen ist ganz klar. Wenn dich das interessiert, dann schau dir das im Daily Update an. Dort spreche ich genau über diese Sachen.
Merksatz des Tages
Wenn sich die Fakten ändern, ändern gute Investoren ihre Meinung.
Das sagt Mark Cuban. Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt.
Es geht nicht darum, an einer alten Meinung festzuhalten, nur weil man früher einmal bullish war. Es geht darum, die Fakten neu zu bewerten. Und bei Bitcoin sehen die Fakten zurzeit für mich einfach schwach aus.
Solche Phasen zeigen, warum es gefährlich ist, an alten Narrativen festzuhalten.
Bitcoin wurde jahrelang als Tech-Wette, Inflationsschutz, Risk-Off-Asset und dezentrale Alternative verkauft. Aber wenn ein Asset in genau den Phasen schwach bleibt, in denen es laut eigener These stark sein müsste, dann muss man ehrlich neu bewerten.
Für mich ist das der Kern guter Investmententscheidungen: Fakten schlagen Meinung.
Im Inner Circle schauen wir uns genau solche Themen deutlich tiefer an. Dort geht es um aktuelle Marktideen, KI-gestützte Analysen, Portfolio-Einordnungen und die Frage, wo Kapital gerade wirklich hinfließt.
Gerade bei Bitcoin, Michael Saylor, ETF-Flows, Tech-Rotation und KI-Aktien reicht es nicht, an einem alten Narrativ festzuhalten. Entscheidend ist, was die Daten heute zeigen und wie man daraus saubere Entscheidungen für das eigene Portfolio ableitet.
Wenn du verstehen willst, wie ich solche Entwicklungen für mein eigenes Family Office einordne und welche konkreten Marktideen daraus entstehen, dann kannst du dich hier für den Inner Circle bewerben: Zur Inner Circle Bewerbung
