Risiko für Bitcoin! 50% Crash durch Strategy Delisting?
23. November 2025
Daily Snippet

Risiko für Bitcoin! 50% Crash durch Strategy Delisting?

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Daily Snippet vom 23.11.2025

Niemand spricht über das Dokument, das für deinen Bitcoin Bestand in den nächsten Monaten gefährlicher sein kann als jeder Chart.

Es sind zwei simple Screenshots von MSCI. Kein bunter Tweet, kein Meme, sondern trockene Index Bürokratie. Genau dort liegt das Risiko.

Auf dem ersten Bild siehst du die offizielle MSCI Mitteilung Titel: „Extension of the consultation on Digital Asset Treasury Companies“

Auf dem zweiten Bild siehst du die vorläufige Liste der Firmen, die davon betroffen sein können Ganz oben: STRATEGYA, also Strategy, die Firma von Michael Saylor

Diese zwei Bilder sind die komplette Grundlage. Der Rest ist Interpretation und Konsequenz.


Was MSCI schwarz auf weiß ankündigt

Schauen wir auf den Text im ersten Screenshot.

MSCI schreibt im Klartext:

  • Man führt eine laufende Konsultation zur „angemessenen Behandlung“ von Firmen, deren Hauptgeschäft darin besteht, Bitcoin oder andere Digital Assets in der Bilanz zu halten
  • Marktteilnehmer haben angemerkt, dass solche Firmen Investmentfonds ähneln
  • Investmentfonds sind für die MSCI Global Investable Market Indexes normalerweise nicht zugelassen
  • Deshalb schlägt MSCI vor, alle Firmen auszuschließen, deren Digital Asset Bestände 50 Prozent oder mehr der Gesamtaktiva ausmachen
  • Die Konsultation läuft bis 31. Dezember 2025, die endgültige Entscheidung wird bis 15. Januar 2026 veröffentlicht
  • Eventuelle Änderungen sollen im Februar 2026 in den Indizes umgesetzt werden

In einem Satz: Wenn dein Geschäftsmodell im Kern „Bitcoin auf die Bilanz laden“ ist und diese Position mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ausmacht, dann möchte MSCI dich aus den klassischen Aktienindizes raus haben.


Was die zweite Grafik zeigt

Die zweite Grafik ist die praktische Umsetzung dieser Idee.

MSCI veröffentlicht dort eine „Preliminary List of Digital Asset Treasury Companies“. Eine vorläufige Liste von Firmen, die nach derzeitigem Datenstand von der neuen Regel betroffen wären.

Auf dieser Liste stehen unter anderem:

  • Strategy
  • HUT 8
  • MARA Holdings
  • Verschiedene kleinere Krypto Player aus USA, Europa, Asien

Wichtig ist nicht, wer alles im Detail draufsteht, sondern die Botschaft:

MSCI meint es ernst. Das ist keine theoretische Diskussion, sondern eine vorbereitete Abschussliste.

Ganz oben in der Tabelle steht Strategy.

Genau das Unternehmen, das für viele als gehebelter Bitcoin Proxy dient und Hunderttausende Bitcoin in der Bilanz hält.


Warum das für Bitcoin zu einem Problem werden kann

Ab hier beginnt die Mechanik, die die meisten Hobbyinvestoren komplett unterschätzen.

Erstens: Index raus bedeutet Zwangsverkäufe

Wenn MSCI Strategy aus relevanten Indizes kickt, passiert Folgendes:

  • Alle Fonds, die diese Indizes eins zu eins nachbilden, müssen Strategy verkaufen
  • Nicht weil sie Bitcoin hassen, sondern weil der Prospekt es so vorschreibt
  • Das sind Milliarden an Kapital, die regelbasiert rausgehen

Genau das meinen Banken wie JPMorgan, wenn sie Abflüsse von mehreren Milliarden Dollar durch einen möglichen Rauswurf beziffern.

Das ist kein „Vielleicht mal ein bisschen weniger Nachfrage“, sondern ein harter, mechanischer Verkaufsdruck.

Zweitens: Druck auf das Geschäftsmodell von Strategy

Strategy hat ihre Bitcoin Offensive über Jahre mit Eigenkapital und Schulden finanziert. Wenn die Aktie massiven Zwangsverkäufen ausgesetzt ist, dann

  • fällt der Kurs stärker als der reine Bitcoin Preis
  • wird neues Kapital teurer oder gar nicht mehr verfügbar
  • steigt der Druck, irgendwann doch Bestände zu bewegen

Ob und wann Strategy tatsächlich Bitcoin verkaufen müsste, weiß heute niemand. Aber je stärker der Kurs in sich zusammenfällt, desto mehr steigt der Stress im System.

Drittens: Die mögliche Todesspirale

Das Risiko sieht dann so aus:

  1. MSCI entscheidet gegen Digital Asset Treasury Companies
  2. Indizes streichen Strategy
  3. Milliarden an passiven Strategien verkaufen die Aktie
  4. Der Aktienkurs stürzt ab
  5. Der Markt beginnt, auf erzwungene Bitcoin Verkäufe zu spekulieren
  6. Bitcoin reagiert mit einem scharfen Rückgang
  7. Die Bilanz von Strategy schrumpft weiter, der Druck steigt erneut

Das ist keine Garantie für einen Crash von 50 Prozent. Aber es ist eine plausible Kettenreaktion, die du kennen solltest, bevor du den nächsten Dip als „geschenkte Einstiegschance“ abfeierst.


Warum fast niemand darüber spricht

Es gibt drei Gründe, warum diese zwei Screenshots kaum auf dem Radar der Masse auftauchen.

Erstens: Es ist trocken

MSCI Texte sind das Gegenteil von Social Media Content. Keine Emotion, keine bunten Grafiken, sondern reine Index Bürokratie. Die meisten scannen darüber und schlafen ein.

Zweitens: Es passt nicht ins Hopium Narrativ

Die dominante Erzählung in Bitcoin Kreisen lautet: „Institutionen kommen, ETFs kaufen, Nummer geht hoch.“

Eine Geschichte, in der einer der größten Indexanbieter der Welt Firmen mit hohem Bitcoin Anteil lieber aus Indizes raushalten will, zerstört dieses Wohlfühl Narrativ.

Drittens: Komplexität und Verantwortung

Sobald du diese Mechanik verstehst, kannst du nicht mehr so tun, als wäre jeder Rückgang nur „FUD“.

Du musst dir Fragen stellen wie:

  • Wie viel indirekten Bitcoin Hebel habe ich über Aktien wie Strategy im Depot
  • Wie würde sich ein zusätzlicher Verkaufsdruck von mehreren Milliarden Dollar auf meine Positionen auswirken
  • Wo ziehe ich die Grenze zwischen rationalem Risiko und blindem Glauben

Das ist anstrengender als ein Meme zu teilen, dafür aber erwachsenes Investieren.


Was du jetzt konkret tun solltest

Ich sage nicht, dass du Bitcoin verkaufen musst. Ich sage, dass du deine Hausaufgaben machen solltest.

1. Kenne deine Exposure

  • Hast du Strategy Aktien oder ähnliche Titel im Depot
  • Hast du ETFs, die solche Firmen in den Top Positionen halten
  • Bist du in „Bitcoin Proxy“ Strategien investiert, ohne den Index Hintergrund zu kennen

Dann hast du mehr Risiko im Buch, als du vielleicht denkst.

2. Markiere dir das Datum

Die MSCI Konsultation läuft bis 31. Dezember 2025. Die Entscheidung soll bis 15. Januar 2026 veröffentlicht werden.

Das ist dein Zeithorizont. Bis dahin positionierst du dich. Danach spielt der Markt sein Urteil.

3. Spiele Szenarien durch

Frag dich nüchtern:

  • Was passiert mit deinem Depot, wenn Bitcoin noch einmal 30 bis 50 Prozent nach unten geht
  • Was passiert, wenn gleichzeitig Strategy um weitere 30 bis 50 Prozent fällt
  • Was ist dein Plan in diesem Szenario

Wer diese Fragen heute durchdenkt, ist morgen nicht der, der panisch am Tief verkauft.


Mein Blick auf die größere Systemfrage

MSCI ist einer der zentralen Player im globalen ESG und Index Geschäft. Genau hier zeigt sich die wahre Macht dieser Strukturen.

  • Direkte Bitcoin Bestände in Unternehmensbilanzen werden problematisiert
  • Verbriefte, regulierte Produkte mit Gebühren sind dagegen willkommen
  • Entscheidend ist nicht, was Investoren wollen, sondern was in die Schablone passt

Das ist kein „böser Masterplan“, aber es ist ein System, das immer weniger echten Eigenbesitz mag und immer mehr kontrollierte Finanzprodukte.

Wenn du Bitcoin nicht nur als Spekulation, sondern als Freiheits Asset siehst, musst du diese Dynamik verstehen.

Die zwei Screenshots oben sind dafür ein Lehrbuchbeispiel.


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Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater