Tesla Earnings: Warum ich die Aktie nicht mehr halte und was das eigentliche Signal ist
23. April 2026
Daily Snippet

Tesla Earnings: Warum ich die Aktie nicht mehr halte und was das eigentliche Signal ist

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 23. April 2026

Leute, einen wunderschönen Donnerstag! Es ist der 23. April.

Tesla hatte gestern nach Börsenschluss seine Earnings. Obwohl die Zahlen eigentlich ganz konstruktiv aussahen, ist die Aktie, die ohnehin schon das ganze Jahr schwächelt, leicht gesunken.

Wie ich in den letzten Tagen bereits angedeutet habe, glaube ich, dass jetzt die Zeit gekommen ist, sich wieder mehr auf die Mikro-Ebene (Einzeltitel) zu konzentrieren und den Makro-Lärm (Zinsen, Rezession, Geopolitik) etwas in den Hintergrund rücken zu lassen.

Meine persönliche Geschichte mit Tesla

Tesla und Elon Musk polarisieren extrem, die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Ich selbst war fast zehn Jahre lang Tesla-Shareholder. Das war eine sehr profitable Zeit, durch die ich mir meine eigenen Teslas im Prinzip selbst finanziert habe.

Doch seit Längerem halte ich die Aktie nicht mehr. Tatsächlich war Tesla seit Jahresanfang sogar eine sehr profitable Short-Idee bei uns im Inner Circle, mit der fast 20 Prozent Gewinn gemacht wurden. Mir persönlich tat das im Herzen weh, da ich mir eigentlich wünsche, dass Elon Musk mit seinen Ideen und Tesla erfolgreich sind. Ich selbst bin diesen Short auch nicht eingegangen, da ich nicht aktiv gegen Elon wetten möchte, um ihm zu schaden.

Warum ich aktuell skeptisch bin

Es gibt einige Dinge, die mich an Elons Aussagen und Verhalten derzeit stören und mich glauben lassen, dass intern nicht alles so rund läuft, wie es laufen könnte. Hinzu kommt die fundamentale Finanzsituation: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von teilweise bis zu 300 bedeutet, dass das Unternehmen 300 Jahre lang Gewinne schreiben müsste, um den Kaufpreis zu rechtfertigen, es sei denn, die Gewinne schießen extrem nach oben.

Ein Blick auf die gestrigen Earnings und News:

  • Die Erwartungen: Die Erwartungshaltungen waren gestern nicht allzu hoch, was es einfach machte, die Earnings zu schlagen. Bei den Umsätzen gab es eine leichte Underperformance, was ich jedoch eher als Lärm statt als Signal einstufe.
  • Terafab & Chips: Tesla will eine eigene Chipfabrik bauen, was für mich absolut Sinn ergibt. Hyperscaler, die ihren Compute und ihre Daten (für Roboter, KI und Lieferketten) selbst kontrollieren, haben die Zukunft in der Hand.
  • Ein Widerspruch bei Optimus: Elon propagiert normalerweise Open Source und freien Wettbewerb. Gestern weigerte er sich jedoch, den Roboter Optimus zu zeigen, aus expliziter Angst vor der Konkurrenz. Dieses Abweichen von seinen eigenen "First Principles" finde ich kurios und es ist einer der Punkte, der mich derzeit stört.
  • Capex (Kapitalausgaben): Es sind 25 Milliarden Dollar an Investments geplant. Der Markt sieht das kritisch, aber für das Unternehmen ist dieser Ausbau ein absoluter Bedarf.
  • Robotaxi & Cybercab: Es gibt wieder extrem aggressive Timelines, die am Ende vermutlich nicht eingehalten werden. Anders als viele Kritiker sehe ich das aus CEO-Sicht aber nicht als Problem; es ist ein probates Mittel, um das Team maximal nach vorne zu peitschen.

Das wahre Signal: Die SpaceX-Wette

Was ist also das wirkliche "Hopium" für Tesla-Shareholder? Das eigentliche Signal und die große Wette im Hintergrund ist meiner Meinung nach ein möglicher Merger zwischen Tesla und SpaceX.

Der logische Pfad hierfür müsste wie folgt aussehen: SpaceX muss an die Börse kommen, um eine öffentliche Bewertung zu erhalten. Dadurch würde der Interessenskonflikt, den Elon Musk aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen zwischen den beiden Firmen hat, aus der Welt geschafft. Danach könnte der Merger stattfinden, was durchaus Sinn ergeben würde.

(Randnotiz: Ich selbst bin bei SpaceX investiert, bei Tesla jedoch auf der Seitenlinie.)

Die alternative Wette auf Tesla ist schlichtweg der blinde Glaube an Elon Musk und darauf, dass er seine aggressiven Ziele trotz des riesigen KGVs erreicht.

Wie seht ihr diese polarisierende Aktie? Seid ihr Long, Short oder steht ihr an der Seitenlinie? Lasst mich eure Meinungen und Begründungen gerne in den Kommentaren wissen!

Emotionen kosten Geld. Rationale Analysen bringen Rendite.

Der Fall Tesla zeigt perfekt, woran die meisten Privatanleger scheitern: Sie investieren nach Sympathie. Während sich die Masse draußen aus Fan-Liebe oder purem Hass an Tesla abarbeitet, haben wir im Inner Circle die harten Fakten (wie das irre KGV) analysiert. Das Ergebnis? Eine glasklare Short-Idee, die fast 20 Prozent Gewinn gebracht hat – und das völlig unemotional, obwohl ich persönlich Elon Musk eigentlich den Erfolg wünsche.

Genau das ist der Unterschied zwischen blindem "Hopium" und Investieren auf Family-Office-Niveau. Wenn sich der Markt jetzt, wie im Snippet beschrieben, vom Makro-Lärm wegbewegt und das Einzelunternehmen (Mikro-Ebene) wieder das Spiel dominiert, musst du deine Emotionen an der Tür abgeben.

Im Inner Circle trennen wir strikt den Lärm vom Signal. Wir diskutieren konkrete, datenbasierte Setups für die Earnings-Season, shorten überbewertete Titel und investieren dort, wo die echten fundamentalen Chancen liegen (wie zum Beispiel meine private Beteiligung an SpaceX).

Wenn du aufhören willst, Aktien wie Religionen zu behandeln, und stattdessen sehen möchtest, wie wir unser 100-Mio-Portfolio rational durch diese Märkte steuern:

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Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater