Der 130-Milliarden-Dollar-Poker: Warum das Supreme-Court-Urteil heute eine Falle ist
Daily Snippet vom 20.02.2026
Leute, einen wunderschönen Freitagmorgen! Die Zollentscheidung in den USA steht kurz bevor. Theoretisch könnte der US Supreme Court heute (Freitag) um 16 Uhr deutscher Zeit entscheiden, ob die von Donald Trump verhängten Zölle rechtmäßig sind oder nicht.
Dabei geht es um unfassbare Summen. Dennoch möchte ich dir heute im Snippet zeigen, warum es für das finale Resultat am Ende ziemlich egal ist, was der Supreme Court entscheidet.
Die Ausgangslage: Was steht auf dem Spiel?
Vom Grundsatz her ist diese Entscheidung natürlich relevant.
- Seit Anfang 2025 hat die US-Regierung über 260 Milliarden Dollar an Zöllen eingenommen.
- Ungefähr 55 Prozent dieser Zölle, also knapp 130 Milliarden Dollar, hängen an genau diesem Urteil.
- Bei einer negativen Entscheidung könnte es theoretisch zu massiven Rückzahlungen kommen, was für den US-Haushalt extrem wäre.
Der Lärm: Das Medienspektakel und kurzfristige Panik
Die Medien schlachten diesen News-Cycle gerade voll aus. Sie lieben es, gegen Trump zu schießen und machen daraus ein riesengroßes Spektakel. Das ist der absolute Lärm.
Schauen wir auf die Prognosen: Auf Plattformen wie Polymarket wettet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent darauf, dass der Supreme Court die Zölle für nicht rechtmäßig erklärt.
Wenn das passiert, könnte es kurzfristig zu heftigen Marktreaktionen kommen:
- Anleihen könnten komplett nach unten knallen, weil der US-Regierung plötzlich 130 Milliarden Dollar fehlen könnten.
- Aktien von Unternehmen, die durch die Zölle zuvor bestraft wurden, könnten kurzfristig nach oben schießen.
Das Signal: Warum Trump am längeren Hebel sitzt
Trotz dieser möglichen kurzfristigen Volatilität ist das Urteil mittelfristig irrelevant. Warum? Weil nur aufgrund eines "nicht rechtmäßig" Urteils noch lange keine Rückzahlungen fließen müssen.
- Unter Experten gilt es als das wahrscheinlichste Szenario, dass die Zölle zwar für die Zukunft als nicht rechtmäßig eingestuft werden, es aber nach hinten gehend keine Rückzahlungen gibt.
- Noch wichtiger: Trump und sein Finanzminister Scott Bessent haben bereits mehrfach betont, dass sie "Folgekarten" spielen können.
- Es gibt genügend andere legale Methoden für die US-Regierung, diese Zölle auf andere Weise neu zu etablieren.
Sollte der Supreme Court überraschend entscheiden, dass die Zölle bleiben dürfen, wäre das im ersten Moment vielleicht sogar leicht bearish (weil unerwartet). Aber auch hier würde der Markt schnell realisieren, dass wir diese Situation ohnehin schon seit fast einem Jahr haben, und die Kurse würden wieder gegendrehen.
Fazit
Die Märkte werden sich heute und in den nächsten Tagen bei Aktien und Anleihen vielleicht kurz nach oben und unten rütteln. Mittelfristig gleicht sich das aber wieder aus.
Mein Merksatz für heute: Es ist manchmal echt so, dass egal, was eine Entscheidung bewirkt, sie am Ende keine wirkliche Auswirkung auf das Resultat hat, nämlich dann, wenn die Gegenpartei darauf reagieren kann und wird.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! Wir hören uns am Montag.
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