Elon verliert gegen OpenAI: Warum dieses Urteil drei Dominosteine umstößt
19. Mai 2026
Daily Snippet

Elon verliert gegen OpenAI: Warum dieses Urteil drei Dominosteine umstößt

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 19. Mai 2026

Elon Musk verliert seine Klage gegen Sam Altman. Das Ganze wurde in weniger als zwei Stunden entschieden. Und ich möchte dir heute erklären, warum OpenAI das extrem taktisch klug angegangen ist und warum dieses Urteil gleich drei Dominosteine umstößt.

Das betrifft einerseits Tesla, andererseits SpaceX und gleichzeitig die KI Giganten OpenAI und Anthropic. Alles Dinge, die in meinem Portfolio relevant sind. Es ist also nicht nur für mich wichtig, sondern auch für viele andere Investoren, weil es hier um sehr populäre Aktien beziehungsweise Beteiligungen geht.

Leute, einen wunderschönen Dienstagmorgen. Es ist der 19. Mai. Herzlich willkommen beim Snippet, deinem täglichen kurzen Insight in die Finanzwelt. 

Was ist passiert?

Eine Jury in Oakland hat einstimmig in weniger als zwei Stunden Beratung entschieden, dass Musks Klage gegen OpenAI, Sam Altman, Brockman und Microsoft abgewiesen wird.

Der Grund: Verjährung.

Bei Breach of Trust liegt die Verjährung bei drei Jahren. Bei Unjust Enrichment liegt sie bei zwei Jahren. Beide Fristen waren längst durch, nachdem Musk die Klage erst im Februar 2024 eingereicht hatte.

Er wollte 130 bis 150 Milliarden Dollar Schadensersatz. Am Ende wurde das Ganze abgewiesen.

Richterin Gonzalez Rogers hat den Spruch sofort als eigene Entscheidung übernommen. Elon hat sie daraufhin auf X ziemlich attackiert und von einer Kalender Technikalität gesprochen. Gleichzeitig hat er sofort gesagt, dass es eine Berufung im Ninth Circuit geben wird.

Warum OpenAI das taktisch perfekt gespielt hat

Viele Leute sind auf X natürlich sofort darauf aufgesprungen. Sie kritisieren OpenAI und sagen: OpenAI hat sich gar nicht wirklich inhaltlich verteidigt. OpenAI hat nicht bewiesen, dass kein Unjust Enrichment stattgefunden hat. OpenAI hat sich einfach auf diese Verjährung gestützt.

Und ich sage dir eines ganz klar dazu: So what?

Genau das ist das Richtige.

Ich selbst verliere durch diesen Klageverlust Kapital. Ich verliere dadurch Geld. Wenn ich sage, ich hätte gerne gehabt, dass Elon hier gewinnt, dann meine ich das nicht nur aus meiner eigenen Tasche heraus. Ich meine es auch aus ethisch moralischen Gründen. Ich finde super, was Elon macht.

Aber jetzt kommt der Punkt: Vor Gericht geht es nicht darum, wer Recht hat. Es geht darum, wer Recht bekommt. Und dafür musst du das Recht spielen.

OpenAI hat das mit dieser Verjährung perfekt gespielt. Ob das eine Technikalität ist oder nicht, ist total egal.

Was ist Lärm?

Lärm ist für mich jetzt das ganze Geschrei rund um die Berufung. Klar, Elon geht in Berufung. Aber die Chancen dafür sind sehr gering. Das ist von der Wahrscheinlichkeit her sehr unwahrscheinlich.

Lärm ist auch die Aussage, dass diese Verjährung irrelevant sei. Es ist am Ende das Gesetz.

Und entweder hält man sich an das Gesetz oder man will das Gesetz nur dann, wenn es einem passt. Das ist genau das, was wir bei Elon sonst oft schätzen: Dass er die Regeln spielt, wie sie sind. In diesem Fall hat OpenAI die Regeln besser gespielt.

Was ist Signal?

Signal ist, dass jetzt drei Dominosteine sofort fallen.

Dominostein 1: OpenAI hat den Weg frei für die IPO

OpenAI hat jetzt den Weg frei für die IPO. Hier kann eine richtig fette Bewertung entstehen. Wir können da locker auf eine Billion hinauf.

Was mache ich persönlich? Ich werde dort nicht investieren. Ich bin kein OpenAI Investor und werde auch nicht in die IPO investieren.

Trotzdem ist das Urteil für OpenAI natürlich extrem stark. Die größte rechtliche Unsicherheit aus dieser Klage ist damit erst einmal weg. Und genau das ist für die Bewertung und für eine mögliche IPO natürlich relevant.

Dominostein 2: SpaceX und Tesla

Der zweite Dominostein ist SpaceX. Am 12. Juni ist die IPO unter dem Ticker SBCX. Ich bin dort schon relativ lange Investor. Das heißt, meine Aktien werden dort oder kurz danach liquide.

Ich sage dir auch eines ganz klar: Ich werde die Aktien relativ schnell abstoßen.

Für mich ist das Ganze hier eher ein Verlust für Elon und dadurch auch ein bisschen für mein Vermögen. Tesla hat gestern ebenfalls ziemlich abverkauft. Tesla bleibt bei mir untergewichtet. Ich habe aktuell wenig Interesse.

Nicht, weil Tesla nicht gut ist. Ich fahre selbst Tesla Autos und finde das, was Elon dort macht, fantastisch. Das gilt auch für SpaceX.

Trotzdem: Ein KGV von 386 ist für mich schwierig. Im Kreuzverhör hat Elon unter Eid sogar ausgesagt, dass Tesla keine eigenen AGI Pläne verfolgt. Das ist komplett konträr zu dem, was sonst oft kommuniziert wurde.

Ja, ich verstehe, dass das jetzt über xAI und SpaceX gemacht wird. Und ja, ich glaube auch, dass ein Merge zwischen SpaceX und Tesla danach sehr wahrscheinlich ist. Trotzdem sind das alles Gründe, warum ich zurzeit nicht in Tesla investiert bin.

Der Short, den wir im Inner Circle haben, ist mega profitabel. Ich habe immer gesagt, dass ich diesen Short super attraktiv finde. Ich will aber nicht gegen Elon wetten, weil ich aus moralisch ethischer Sicht super finde, was Elon macht, und ihm keine Steine in den Weg legen will.

Trotzdem gilt aus First Principles und intellektuell ehrlich: Es hat absolut Sinn ergeben, Tesla seit Anfang des Jahres zu shorten. Wie lange man diesen Short jetzt aufrechterhält, ist eine andere Frage. Da muss man extrem aufpassen.

Im Inner Circle schauen wir uns das genau an und besprechen es auch, damit das Jahr profitabel bleibt.

Dominostein 3: Anthropic

Der dritte Dominostein ist Anthropic.

Ich bin sehr früher Anthropic Investor und bin dort fast 100x im Plus, je nachdem, wie am Ende die liquide Bewertung aussieht. Aber auch dort werde ich relativ schnell aussteigen.

Wie gesagt: Für mich ist das alles eher auf der OpenAI Seite positiv und dadurch eher schlecht für die Konkurrenten.

So sehe ich das im Moment.

Was heißt das fürs Portfolio?

Für mein Portfolio heißt das: Dieses Urteil ist nicht nur eine juristische Randnotiz. Es betrifft mehrere große Themen gleichzeitig.

  1. OpenAI bekommt Rückenwind für eine mögliche IPO.
  2. SpaceX wird für mich liquide, aber ich plane, relativ schnell auszusteigen.
  3. Tesla bleibt bei mir untergewichtet.
  4. Der Tesla Short im Inner Circle bleibt ein wichtiges Thema, aber man muss jetzt sehr genau aufpassen.
  5. Anthropic ist für mich ein extrem erfolgreicher Investmentcase, aber auch dort plane ich, relativ schnell auszusteigen.

Das ist genau der Punkt: Man kann Elon persönlich stark finden und trotzdem nüchtern analysieren, dass bestimmte Investments gerade nicht attraktiv sind.

Merksatz des Tages

Vor Gericht geht es nicht darum, wer Recht hat. Es geht darum, wer Recht bekommt. OpenAI hat das Recht taktisch besser gespielt und damit gleich mehrere Investment Dominosteine bewegt.

Dieses Urteil zeigt sehr gut, warum ich im Inner Circle so viel Wert auf nüchterne Einordnung lege.

Auf den ersten Blick klingt es wie ein Rechtsstreit zwischen Elon Musk, OpenAI und Sam Altman. Auf Portfolio-Ebene bewegt es aber deutlich mehr: mögliche OpenAI IPO, Tesla-Bewertung, SpaceX-Liquidität, Anthropic-Exit, KI-Wettbewerb und natürlich unsere Tesla-Short-These im Inner Circle.

Solche Situationen sind spannend, weil viele Anleger sofort emotional reagieren. Elon gut. OpenAI schlecht. Tesla kaufen. Tesla shorten. KI wird alles verändern. Aber für mich zählt am Ende die saubere Investmentfrage:

Was verändert sich wirklich für Bewertung, Risiko, Timing und Portfolio-Gewichtung?

Im Inner Circle schauen wir uns solche Entwicklungen deutlich tiefer an. Dort bespreche ich, wie ich solche News für mein eigenes Family Office einordne, welche Trading-Ideen daraus entstehen können, wo ich vorsichtig werde und welche Positionen ich aktiv beobachte.

Gerade bei Themen wie Tesla, SpaceX, OpenAI, Anthropic und KI reicht es nicht, nur die großen Namen zu kennen. Entscheidend ist, wie sich juristische Entscheidungen, Bewertungen, Liquidität, Momentum und Risiko auf konkrete Portfolio-Entscheidungen auswirken.

Wenn du solche Marktphasen sauberer einordnen und verstehen willst, wie ich daraus konkrete Investment- und Trading-Überlegungen ableite, dann kannst du dich hier für den Inner Circle bewerben: Zur Inner Circle Bewerbung

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater