Elon Musk vs. OpenAI
19. Januar 2026
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Elon Musk vs. OpenAI

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Leute, einen wunderschönen Montagmorgen! Hast du dich jemals gefragt, ob eine einzelne Klage ein 500-Milliarden-Dollar-Unternehmen zu Fall bringen kann? Genau darum geht es heute. Der Rechtsstreit zwischen Elon Musk und OpenAI ist auf eine völlig neue Eskalationsstufe gesprungen.

Elon fordert unglaubliche 134 Milliarden Dollar und wirft Sam Altman und Microsoft organisierten Betrug vor. Wir steuern mit Lichtgeschwindigkeit auf einen Geschworenenprozess im April 2026 zu. Was das für OpenAI, Microsoft und dein Portfolio bedeutet, schauen wir uns jetzt an.

Die Eskalation: RICO statt nur Vertragsbruch

Letzte Woche hat Bundesrichterin Yvonne González-Rogers alle Anträge auf Abweisung der Klage abgelehnt. Das Brisante: Der Vorwurf hat sich verschärft. Es geht nicht mehr nur um Vertragsbruch, sondern um RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act). Das bedeutet: Organisierte Kriminalität und kriminelle Verschwörung.

Der Kern des Vorwurfs: OpenAI wurde als Non-Profit gestartet, in das Elon investiert und gespendet hat. Dann wurde es in ein For-Profit-Unternehmen umgewandelt, wodurch Elon faktisch enteignet wurde. Bei einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar entsprechen Elons geforderte Anteile (20-26 %) rund 134 Milliarden Dollar.

Microsoft im Fadenkreuz

Microsoft wird voll mit reingezogen. Sollte Elon gewinnen, könnten die Exklusivverträge zwischen OpenAI und Microsoft für null und nichtig erklärt werden. Das würde das Fundament der gesamten Microsoft-KI-Strategie zerreißen.

Wie stehen die Chancen? (Die "Brockman-Tagebücher")

Wettplattformen sehen Elons Chancen mittlerweile bei fast 60 %. Warum? Geleakte E-Mails ("Brockman-Tagebücher") legen nahe, dass die Gründer von Anfang an planten, Elon später rauszudrängen und das Modell zu ändern. OpenAI dementiert und sagt, Elon habe nur die halbe Wahrheit veröffentlicht, ein klassisches "Aussage gegen Aussage", das nun vor Gericht landet.

Was heißt das für Investoren? (Konkurrenten profitieren)

Ich selbst bin nicht in OpenAI investiert, aber in deren Konkurrenten:

  • Anthropic: (Hoffe auf IPO dieses Jahr, potenziell 100x).
  • xAI: (Elons eigene KI-Firma).
  • Mistral: (Europäische KI).

Für diese Firmen ist das Chaos bei OpenAI natürlich positiv. Für Google (mit Gemini) ist es ebenfalls eine Chance, Marktanteile zu gewinnen, während Microsoft und OpenAI im Rechtsstreit gelähmt sind .

Signal vs. Lärm

  • Der Lärm: Das tägliche Drama auf X und die Pseudo-Analysen von Social-Media-Anwälten.
  • Das Signal: Die Aussagen von Sam Altman und Satya Nadella unter Eid. Wenn dort unangenehme Wahrheiten ans Licht kommen, bewegen sich die Kurse massiv.

Fazit: Prinzipien über Kapital

Geht es Elon wirklich um das Geld? Bei einem Vermögen von 700 Milliarden sind 134 Milliarden viel, aber vielleicht nicht alles. Ich glaube, es geht um Kontrolle, Genugtuung und das Prinzip. Mein Merksatz des Tages: Im Kampf der Titanen ist Gewinnen aus Prinzip oft wichtiger als Kapital. Elon ist bereit, OpenAI bis auf die Grundmauern niederzubrennen, um seine Wahrheit zu beweisen.

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die Woche!

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Julian Hosp
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