Bitcoin in der Krise: Saylor unter Druck & Harvard verkauft
18. Februar 2026
Daily Snippet

Bitcoin in der Krise: Saylor unter Druck & Harvard verkauft

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Daily Snippet vom 18.02.2026

Leute, einen wunderschönen Mittwochmorgen! Bitcoin tut sich zurzeit extrem schwer. Harvard verkauft, Abu Dhabi kauft fast eine Milliarde, und Michael Saylor wird von den Medien extrem unter Druck gesetzt. Kein Wunder, dass der Preis leidet.

Im heutigen Snippet schauen wir uns an, warum der "Eiermann" Saylor Probleme hat, wo die Reise hingehen könnte und warum ich aktuell andere Anlageklassen deutlich attraktiver finde.

Die aktuelle Lage: -30% im letzten Monat

Bitcoin ist im letzten Monat fast 30 % gefallen und hat sich vom All-Time-High im Oktober nahezu halbiert. Die Stimmung ist katastrophal, und viele, mich eingeschlossen, erwarten noch deutlich tiefere Preise.

Licht und Schatten bei den Institutionellen:

  • Lichtblick: Der Staatsfonds aus Abu Dhabi (Mubadala und Alwarda) hat im Q4 massiv eingekauft, bis zu einer Milliarde Dollar. Das ist konstruktiv.
  • Schatten: Harvard hat seine Bitcoin-Bestände im letzten Quartal um 21 % reduziert.

Das Saylor-Problem: Der "Eiermann" liefert nicht mehr

Das eigentliche Signal ist und bleibt Michael Saylor. Er tut sich extrem schwer. Er ist der "Eiermann", der die Preise bei jedem Kauf kurz nach oben drückt, aber er kauft fast immer das Top. In den letzten 18 Monaten ist keiner seiner Käufe im Plus (selbst der vom Montag nicht).

Er betreibt Dollar-Cost-Averaging (DCA) seit fünf Jahren und ist trotzdem Milliarden im Minus. Wenn selbst er mit dieser Strategie verliert, wie soll dann der Durchschnittsinvestor gewinnen?

Ausblick: Wohin fällt der Preis?

Solange kein neuer permanenter Käufer einspringt, sehe ich die Richtung klar nach unten. Der Verkaufsdruck durch Exchanges, ETFs und Miner (ca. eine halbe Milliarde pro Woche an Fees) ist einfach zu stark.

  • Nächstes Ziel: Der realisierte Preis bei ca. 55.000 $.
  • Mein Erwartungswert: Preise zwischen 20.000 $ und 30.000 $. Das war Saylors Einstiegsniveau. Alles darüber war nur Geldumwälzung ohne echten Mehrwert.

Saylor im Kreuzfeuer: In einem Interview mit Becky Quick wurde er gefragt, wie er seine 6 Milliarden Dollar Schulden bedienen will. Er hatte keine gute Antwort. Später ruderte er auf Social Media zurück und meinte, sie würden die Schulden nicht refinanzieren, sondern in Aktien umwandeln. Für MSTR-Aktionäre ist das eine absolute Katastrophe (Verwässerung).

Fazit

Für mich ist das Momentum bei Krypto extrem schlecht. Es gibt viele Gründe zu verkaufen, aber aktuell nur einen (Hoffnung), zu kaufen. Mein Merksatz des Tages: Es gibt nur einen Grund, etwas zu kaufen (steigende Preise). Es gibt viele Gründe, etwas zu verkaufen.

Dies ist die Seite der digitalen Assets. Doch es gibt eine andere Seite der Gleichung: Die physische Basis. Das Jahr 2026 zeigt interessante Entwicklungen in den Bereichen, die unsere digitale Welt überhaupt erst möglich machen. Von der Energieversorgung bis zur industriellen Fertigung treffen jahrelange Investitionszyklen nun auf eine veränderte globale Nachfrage.

Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, wie diese Puzzleteile zusammenpassen und welche Sektoren strukturelle Defizite aufweisen. Wer sich abseits von Charts und Kurszielen fundiertes Wissen über die "Hardware unserer Zivilisation" aneignen möchte, findet in meinem neuen Report die entsprechende Ausarbeitung.

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Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater