Öl zurück über 80 Dollar: Was der Iran-Konflikt fürs Portfolio heißt
14. Juli 2026
Daily Snippet

Öl zurück über 80 Dollar: Was der Iran-Konflikt fürs Portfolio heißt

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 14. Juli 2026

Öl ist jetzt wieder im Fokus. Wir haben Konflikt im Iran. Aber was heißt das für dein Portfolio? Das schauen wir uns heute an.

Warum heute wieder Öl

Einen wunderbaren Dienstag, herzlich willkommen zum Daily Snippet, deinem täglichen kurzen Insight in die Finanzwelt. Ich bin Dr. Julian Hosp, Chief Investment Officer meines eigenen Family Offices mit über 100 Millionen Dollar Assets under Management. In diesen täglichen Snippets gebe ich dir den einen für mich wichtigsten Gedanken des Tages weiter, der heute meine eigenen Entscheidungen steuert. In wenigen Minuten weißt du, was für mich heute ein echtes Signal ist und was wirklich Lärm ist. Überraschenderweise ist das wieder Öl. Warum?

Der Konflikt und der Ölpreis

Ganz einfach, wir haben im Nahen Osten wieder den Konflikt. Iran und die USA tauschen Schüsse aus, Schusswechsel ist wahrscheinlich sogar ein bisschen untertrieben. Es geht um Raketen. Der Iran greift tatsächlich die Tanker an, und die USA schießt extrem zurück. Jetzt kommt noch Trump daher und sagt, es gibt 20 Prozent Zoll auf die Straße von Hormuz von der US-Seite.

Das hat natürlich wieder ziemlich Druck in alles hineingebracht. Öl über die kritische Marke von 80 Dollar hinauf. Das ist meistens die Marke, wo dann Inflationsängste hineinkommen. Das merken wir dann sofort. Gestern ging gleich die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed leicht nach oben, die Anleihen haben sofort darauf reagiert und sind dann auch runter.

Edelmetalle: einer der most hated trades

Edelmetalle kriegen da nicht wirklich eine Pause. Vorher hieß es, es ist ja keine Inflation da, aus dem Grund sind Edelmetalle nicht so spannend. Jetzt, wo die Inflationsangst wieder da ist, heißt es, es kommen ja die Zinsen, also sind Edelmetalle wieder nicht so spannend, weil wir auf Edelmetalle keine Zinsen bekommen. Egal, wie man es sich also dreht, Edelmetalle sind zurzeit einer der most hated trades an der Wall Street. Umso spannender finde ich dann solche Sachen in der Phase.

Risk-off trifft Chips, KI und Krypto

Gleichzeitig wurde Risk-on hier gestern sofort extrem geschlagen. Alles, was irgendwie Memory, Chips und KI ist, ging ziemlich runter. Man hat es bei Taiwan Semiconductor gesehen. Die haben Earnings am Donnerstag, da war gestern die Erwartungshaltung eigentlich super stark, die Aktie trotzdem 3 Prozent runter. Das zeigt nochmal, wie schwierig es diese Woche und auch die nächsten Wochen wird, die Trading-Ideen sauber umzusetzen. Umso wichtiger, hier einfach diszipliniert zu sein.

Bei mir im Family Office und auch im Inner Circle schauen wir es uns genau an, tagtäglich die Updates und Trading-Ideen. Denn ich glaube, da sind schon einige gute Chancen drin, wenn man sauber und diszipliniert an die ganzen Sachen herangeht. Am meisten geschlagen wurde gestern Krypto. Klar, in so einer Risk-off-Phase tut sich Risk-on am meisten schwer.

Was jetzt nach vorne zählt

Wir werden auf jeden Fall viel Mikro sehen. Heute kommen die ganzen Banken, morgen ASML, am Donnerstag Taiwan Semiconductor und nächste Woche natürlich die ganzen Mag 7 mit vielen, vielen Tech-Unternehmen. Es wird aber alles ein bisschen unterlaufen durch die ganze Makro-Thematik. Wir haben heute Inflationsdaten. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, wenn wir dann noch Ölpreis über 80 Dollar haben.

Am Ende stellt sich die grundsätzliche Frage: Inwieweit ist das von Trump zur Zeit reine Verhandlungstaktik, und wie viel ist wirklich, dass er einfach nicht anders kann und hier alles unter Druck setzen will? Das ist am Ende so ein bisschen die Grundthematik im Portfolio.

Für mich ist auf jeden Fall Fokuszeit auf Mikro, auf die einzelnen Trading-Ideen bei den Firmen. Ich sehe dort die riesengroßen Chancen.

Merksatz des Tages

Gute Einzelwerte reichen in einer Makro-getriebenen Risk-off-Phase nicht aus. Entscheidend ist, jetzt sauber und diszipliniert auf der Mikro-Ebene zu bleiben.

Starke Zahlen reichen nicht. Entscheidend ist, was eingepreist ist.

Diese Earnings Season kann extrem spannend werden.

Die Erwartungen sind bereits sehr hoch. Deshalb reicht ein normaler Beat oft nicht mehr aus. Entscheidend ist, ob Umsatz, Margen und Guidance stärker sind als das, was der Markt ohnehin schon erwartet.

Vor den Earnings, nach den Earnings und besonders dort, wo der Markt überreagiert.

Im Inner Circle schauen wir uns solche Setups tiefer an: Mispricings, Earnings-Reaktionen, Long- und Short-Ideen, KI gestützte Analysen und Research Reports aus der Perspektive meines Family Offices.

Es geht nicht darum, blind starke Zahlen zu kaufen.

Es geht darum, zu verstehen, wo der Markt falsch liegt.

Der Zugang erfolgt auf Bewerbung. Im kurzen Austausch prüfen wir, ob der Inner Circle zu deiner Situation, deinem Portfolio und deinen Zielen passt.

Wenn du die Earnings Season nicht nur beobachten, sondern besser einordnen willst, kannst du hier Zugang zum Inner Circle anfragen: Zugang zum Inner Circle anfragen

Julian Hosp
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