Michael Saylor zunehmend dünnhäutig: Zerfällt das Kartenhaus von MicroStrategy?
13. Januar 2026
Daily Snippet

Michael Saylor zunehmend dünnhäutig: Zerfällt das Kartenhaus von MicroStrategy?

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Daily Snippet vom 13.01.2026

Leute, einen wunderschönen Dienstagmorgen! Michael Saylor wirkt in seinen neuesten Interviews zunehmend dünnhäutiger, während die nackten Zahlen seiner Firma Strategy eine bedrohliche Sprache sprechen.

Wusstest du, dass die Bitcoin-Menge pro MicroStrategy-Aktie im November zum ersten Mal seit über einem Jahr gesunken ist, trotz aller Käufe? Im heutigen Snippet analysieren wir, ob das "Saylor-Modell" Risse bekommt, wann der "Big Short" kommen könnte und warum der Kaiser vielleicht gar keine Kleider mehr anhat.

Der nackte Kaiser? Die Fakten sprechen gegen Saylor

Es gibt drei Punkte, die zeigen, dass Saylor am absoluten Limit agiert:

1. MNAV im freien Fall Sein "Net Asset Value" (NAV) ist extrem negativ. Die Bitcoin-Holdings sind mittlerweile mehr wert als die Aktien-Marktkapitalisierung.

  • Märchen-NAV: Selbst sein eigener, geschönter Wert ist nur noch hauchdünn im Plus (3 %).
  • Realer NAV: Vergleicht man Bitcoin vs. Aktien korrekt, handelt Strategy bei einem Discount von fast 20 %.

Das bedeutet: Für Aktionäre wäre es aktuell profitabler, wenn er die Bitcoins verkauft und das Geld ausschüttet. Das kann er aber nicht, weil er damit den Bitcoin-Preis crashen würde .

2. Der 1,2 Milliarden Dollar Bluff Diese Woche hat er für 1,2 Milliarden Dollar Bitcoin gekauft.

  • Effekt: Null. Der Preis hat sich nicht bewegt, ist sogar leicht gefallen.
  • Yield: Er hätte einen negativen "Bitcoin Yield" gehabt, wenn er nicht auf Biegen und Brechen für 100 Millionen Dollar Vorzugsaktien (SDRC) verkauft hätte, um die Bilanz künstlich schönzurechnen.

3. Das Interview-Desaster In einem Bitcoin-Podcast wurde er gefragt, ob Firmen mit negativem MNAV (wie seine) nicht ein Risiko für den Markt sind. Statt einer Antwort ging er in den Angriffsmodus über und erzählte wirre Geschichten vom "Nachbarn, der Bitcoin kauft".

Das Problem: Niemand kauft Bitcoin aus operativem Cashflow. Alle diese Firmen (Strategy & Co.) finanzieren sich über Schulden und Verwässerung der Aktionäre. Sogar David Beckhams Firma hat das Bitcoin-Kaufen gestoppt, weil es sich nicht mehr lohnt.

Signal vs. Lärm: Wann platzt die Blase?

  • Der Lärm: Die dünnhäutigen Interviews und Social-Media-Schlagzeilen.
  • Das Signal: Saylor erzeugt negativen Bitcoin-Yield und handelt im tiefen Discount. Seine Versuche, den Preis zu pumpen, scheitern.

Wir haben am Wochenende im "Inner Circle" genau analysiert, was die Trigger-Events für 2026 sein könnten. Wann starten die Zwangsverkäufe? Wann kommt der Margin Call? Die Gefahr ist real, dass Firmen gezwungen werden, ihre Bestände zu liquidieren, um Werte an die Aktionäre zurückzugeben.

Fazit

Mein Merksatz des Tages: Wenn es wie eine Ente quakt, wie eine Ente watschelt und wie eine Ente aussieht, dann ist es auch eine Ente.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Dienstag!

Wichtig: Du willst jeden morgen diesen Blog als E-Mail erhalten? Dann registrier dich jetzt in meinen kostenlosen Newsletter: https://julianhosp.de/newsletter

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater