DAX trotzt der Deutschland-Krise: Neues All-Time High auf 25.000 Punkten (Das Paradoxon)
Daily Snippet vom 08.01.2026
Leute, einen wunderschönen Donnerstagmorgen! Wir müssen über ein Paradoxon sprechen, das viele Anleger gerade verwirrt. Der DAX hat gestern zum allerersten Mal die 25.000-Punkte-Marke geknackt und ein neues All-Time High markiert.
Das passiert ausgerechnet zu einer Zeit, in der wir in Deutschland über Stromausfälle, Massenentlassungen und massive Regierungsprobleme diskutieren. Die AfD liegt in Umfragen vorne, Friedrich Merz zeigt Schwäche und die Infrastruktur bröckelt.
Wie kann es sein, dass die Börse die Realität scheinbar ignoriert? Im heutigen Snippet zeige ich dir, warum das Verhalten der Märkte rationaler ist, als es sich anfühlt, und was das für dein Portfolio bedeutet.
Das Gefühl täuscht: Börse ist nicht gleich Wirtschaft
Für viele fühlt sich dieser Rekordstand "falsch" an. Doch es gibt drei harte Gründe, warum der DAX trotz lokaler Krise fliegt:
1. Global Player statt lokaler Wirtschaft Der DAX spiegelt nicht die deutsche Binnenwirtschaft wider. Unternehmen wie Rheinmetall, Siemens oder Airbus haben ihren Sitz zwar hier, produzieren und verkaufen aber für die ganze Welt. Sie profitieren von globalen Trends und sind nicht allein von der deutschen Konjunktur abhängig.
2. Staatliche Hilfen und Zins-Hoffnungen Massive staatliche Hilfsprogramme stützen diese Konzerne. Dazu kommen positive Signale von der Zinsfront, die den Unternehmen Rückenwind geben.
3. Der "Venezuela-Effekt" (Kapital sucht Alternativen) Wir sehen aktuell eine Kapitalrotation. Durch die Unsicherheit in den USA (Venezuela-Konflikt) und Bewegungen am Ölmarkt sucht Kapital nach Alternativen und landet teilweise in Europa. Zudem wirken sinkende Ölpreise positiv auf die Inflation und die Margen.
Meine Strategie: "Cherry Picking" statt Index-Kauf
Was bedeutet das für dich als Investor? Ich kaufe nicht blind den ganzen Index, nur weil der DAX steigt. Den DACH-Raum per se finde ich aufgrund der lokalen Probleme aktuell nicht attraktiv.
Stattdessen suche ich mir die Kronjuwelen heraus: Firmen, die international exzellent aufgestellt sind und unabhängig vom Standort Deutschland Rendite erwirtschaften. Diversifikation über USA, Europa und Asien bleibt der Schlüssel.
Signal vs. Lärm
- Der Lärm: Die täglichen Schlagzeilen über Berliner Politik-Dramen und lokale Infrastruktur-Probleme.
- Das Signal: Welche Unternehmen sind international wettbewerbsfähig und generieren globale Cashflows?
Fazit
Die Börse handelt nicht die Gegenwart und nicht den lokalen Standort. Mein Merksatz des Tages: Die Börse handelt die Reichweite des Unternehmens und die zukünftigen Erwartungen der Cashflows.
Ich wünsche dir einen erfolgreichen Tag!
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