Trump rettet den Bitcoin Bounce: Warum das noch kein echtes Kaufsignal ist
Datum: 07. Juli 2026
Donald Trump hat gestern den Bitcoin Markt gerettet.
Zuerst kam Saylor raus und sagte, dass Strategy Bitcoin verkauft hat. Daraufhin ist Bitcoin ziemlich runter. Dann kommt Trump raus und sagt, er sei ein großer Bitcoin Fan und habe tolle Ideen für Bitcoin.
Das brachte dann die Recovery.
Schauen wir uns an, was das alles nach vorne für Bitcoin heißt.
Einen wunderschönen Dienstagmorgen. Es ist der 7. Juli 2026. Willkommen beim Snippet, deinem täglichen kurzen Insight in die Finanzwelt.
Bitcoin startet stark in den Juli
Starten wir in das allwöchentliche Krypto Thema hinein.
Wir hatten letzte Woche zugegebenermaßen eine starke Bitcoin Woche. Das Ganze folgte aber auf ein wirklich brutal schlechtes Quartal und einen schlechten Juni für Bitcoin.
Strategy ging brutal runter. Bitcoin war einer der großen Verlierer in der ersten Halbjahreshälfte.
Und jetzt kam der Juli bisher stark rein.
Letzte Woche lag Bitcoin rund 6,5 Prozent im Plus. Auch statistisch ist der Juli für Bitcoin interessant. Der Juli ist generell einer der stärksten Monate für Bitcoin.
Und wenn der Juni rot war, wie in diesem Fall brutal rot, dann war der Juli historisch bisher immer grün.
Mal schauen, ob sich hier die Geschichte wiederholt.
Saylor verkauft Bitcoin
Was ist gestern passiert?
Bitcoin lag bei ungefähr 63.000 bis 63.500 Dollar. Also ein schöner kleiner Recovery Bounce nach oben.
Dann kam Saylor raus und postete, dass Strategy 216 Millionen US Dollar an Bitcoin verkauft hat. Das sind knapp 3.500 Bitcoin.
Der Grund: die Dividenden bezahlen.
Das ist dramatisch.
Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei ungefähr 60.000 Dollar. Das liegt rund 20 Prozent unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis von Strategy.
Also aus „wir kaufen tief und verkaufen hoch“ wurde wieder einmal: teuer kaufen und deutlich billiger verkaufen.
Aus Investorensicht ist das natürlich katastrophal.
Der Markt steckt den Verkauf zuerst weg
Der Markt hat es aber einigermaßen gut weggesteckt.
Der Preis ist zwar direkt runtergedippt. Von rund 63.000 ging es runter auf 61.000 Dollar. Es sah dann schon so aus, als könnte Bitcoin unter 60.000 weiterfallen.
Da war ziemlich brutaler Preisdruck drin.
Dann kam Trump.
Natürlich rein zufällig.
Er sagte, dass er ein großer Krypto Fan sei und dass man schaue, wie man Bitcoin in seine Trump Accounts geben könne.
Was das genau heißt und wie das funktionieren soll, ist für mich nicht ganz klar. Bitcoin selbst wird es wahrscheinlich eher nicht sein, wenn dann vermutlich ein ETF.
Aber es war natürlich ein Hoffnungsschimmer.
Trump und Krypto: Viel Show, viel Eigennutzen
Man muss dazu sagen: Trump war bisher eher negativ in den News, wenn es um Krypto ging.
Er postet zwar immer positiv, aber am Ende nimmt er die Krypto Community brutal aus. Letzte Woche gab es einen riesigen Report, dass er über eine Milliarde an Krypto verdient hat.
Und man muss auch sagen: Krypto ist am Ende ein ziemliches Zero Sum Game.
Es hat wenig wirklichen Weltnutzen. Deshalb ist es schwierig, bei Bitcoin echten Mehrwert zu kreieren.
Die Gewinne von einem sind die Verluste von jemand anderem.
In diesem Fall ist Trump natürlich der große Gewinner.
Das ist auch immer interessant. Wenn jemand anderes so etwas macht, wird er sofort als Scammer oder Abzocker abgestempelt. Wenn man selbst damit Gewinne macht, war man plötzlich ein guter Investor.
So dreht und wendet man sich das Narrativ natürlich immer so, wie man es gerne hat.
Nichtsdestotrotz hat Bitcoin diesen Post von Trump wohlwollend aufgenommen und ist wieder etwas nach oben gedippt.
Man muss aber fairerweise sagen: Zurzeit geht es auch wieder ein bisschen runter. Und es ist nicht nur Bitcoin. Der ganze Markt steht etwas unter Druck.
Was ist Lärm?
Lärm ist für mich die konkrete Zahl bei Michael Saylor.
216 Millionen Dollar sind natürlich Geld. Aber meiner Ansicht nach ist das erst der Anfang.
Denn Saylor will ja insgesamt 3,25 Milliarden Dollar an Bitcoin verkaufen.
Das ist für mich die wirklich relevante Sache.
Die 216 Millionen Dollar sind jetzt noch eher Lärm.
Lärm ist für mich auch die positive Price Action der letzten Woche.
Ja, Bitcoin war stark. Aber es war eben auch ein Gegenbounce nach einem brutalen Monat und nach einem schwachen Quartal.
Man hat so etwas auch bei den Mag7 gesehen. Man hat es bei Edelmetallen gesehen. Für mich ist das eher eine Rückrotation. Neues Quartal, neue Flows, ein bisschen Rotation.
Das allein reicht mir nicht als Signal.
Was ist Signal?
Signal bleibt für mich die Frage: Wie viel Kapital bekommt Saylor, um Bitcoin zu kaufen?
Seine Vorzugsaktie STRC ist immer noch wahnsinnig tief im Discount.
Auch seine Stammaktie sieht beim mNAV Thema katastrophal aus. Sie liegt nur rund 7 Prozent über 1, und das ist meiner Ansicht nach noch sein gefakter Wert.
Der korrekte Wert liegt meiner Meinung nach eher bei ungefähr 40 Prozent Discount.
Das heißt: Saylor kann zurzeit eigentlich gar nicht Bitcoin kaufen und dabei Wert für seine Aktionäre schaffen.
Ganz im Gegenteil.
Jeder Kauf ist zurzeit ein Verlust.
Was er eigentlich machen müsste: Bitcoin verkaufen und die Stammaktie zurückkaufen.
Das wäre der Move, der für Aktionäre den meisten Wert liefern würde.
Ob Saylor diesen Schritt wirklich macht, ist eine andere Frage.
Warum ich trotz grünem Juli nicht wieder einsteige
Grundsätzlich könnte ich mir gut vorstellen, dass wir einen grünen Juli sehen.
Rein statistisch wäre das möglich.
Aber für mich reicht das nicht, um als Investor wieder einzusteigen.
Ein Bounce nach einem brutalen Abverkauf ist noch kein neuer Bullenmarkt.
Ein Trump Post ist noch kein struktureller Katalysator.
Und ein kleiner Bitcoin Verkauf von Strategy ist noch nicht das Ende des Problems.
Für mich bleibt entscheidend, ob Saylor wieder Kapital bekommt, ob STRC wieder Vertrauen gewinnt und ob Strategy überhaupt noch in der Lage ist, Bitcoin zu kaufen, ohne Aktionärswert zu zerstören.
Zurzeit sehe ich das nicht.
Das eigentliche Problem bleibt Strategy
Bitcoin hat kurzfristig auf Trump reagiert.
Aber strukturell bleibt Strategy das große Problem.
Wenn der größte Käufer im Markt nicht mehr kaufen kann und stattdessen verkaufen muss, verändert sich die Dynamik.
Und wenn diese Verkäufe nicht nur 216 Millionen Dollar, sondern perspektivisch 3,25 Milliarden Dollar erreichen, dann ist das kein kleines Thema.
Das ist genau der Punkt, den man nicht übersehen darf.
Hoffnung stirbt zuletzt
Für Krypto Investoren stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt.
Vielleicht wird der Juli grün. Vielleicht trägt der Trump Bounce noch ein bisschen weiter. Vielleicht kommt kurzfristig wieder Momentum rein.
Aber als langfristiger Investor reicht mir das nicht.
Ich brauche mehr als einen saisonalen Bounce und politische Schlagzeilen.
Ich brauche ein echtes Signal, dass die strukturellen Probleme gelöst sind.
Und das sehe ich aktuell nicht.
Merksatz des Tages
Ein grüner Juli und ein Trump Post können Bitcoin kurzfristig retten. Aber solange Saylor verkaufen muss, bleibt das strukturelle Problem bestehen.
Ein Trump Post kann einen Markt kurzfristig retten.
Aber er löst kein strukturelles Problem.
Genau das sieht man bei Bitcoin gerade sehr gut. Ein politischer Hoffnungsschimmer reicht für einen Bounce. Aber wenn der wichtigste Käufer im Markt plötzlich selbst verkaufen muss, bleibt die eigentliche Frage offen:
Was trägt diesen Markt wirklich?
Für mich ist das der große Unterschied zwischen Story und Substanz.
Eine Story kann kurzfristig Preise bewegen. Substanz zeigt sich, wenn Kapital knapp wird, Vertrauen brüchig wird und der Markt wieder genauer hinschaut.
Deshalb suche ich in diesem Umfeld keine Assets, die auf Tweets, Hoffnung oder neue Käufer angewiesen sind. Ich suche Unternehmen mit echten Produkten, echtem Cashflow, klarer Marktposition und einem Geschäftsmodell, das auch ohne permanente Euphorie funktioniert.
Denn gerade in einem nervösen Markt wird diese Unterscheidung entscheidend.
Deshalb habe ich ein kostenloses PDF vorbereitet: Meine 3 Investment Ideen für diesen nervösen Markt
Darin zeige ich dir 3 Unternehmen, die ich aktuell besonders spannend finde und worauf ich achte, wenn Märkte zwischen politischer Hoffnung, kurzfristigen Bounces, echter Substanz und langfristiger Qualität unterscheiden müssen.
Wenn du wissen willst, welche 3 Unternehmen für mich aktuell deutlich spannender sind als viele überlaufene Krypto und Hype Trades, dann lade dir das PDF hier kostenlos herunter:
