STRC & MicroStrategy: Warum der nächste Krypto-Kollaps à la Terra Luna droht
7. April 2026
Daily Snippet

STRC & MicroStrategy: Warum der nächste Krypto-Kollaps à la Terra Luna droht

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Datum: 07. April 2026

Leute, einen wunderschönen Dienstag! Es ist der 7. April.

Mittlerweile sieht man immer mehr Influencer, die Michael Saylors Vorzugsaktie STRC wie eine Art "Stablecoin" verkaufen. Leider fallen vor allem Retail-Investoren massiv darauf herein und investieren blind. Ich sage euch dazu eines in aller Deutlichkeit: Dieses Konstrukt wird kollabieren, genau wie vor knapp vier Jahren UST von Terra Luna.

Im heutigen Snippet erkläre ich euch, wie ich dieses Signal aktuell bewerte und warum ich mich von langfristigen Krypto-Investments derzeit komplett fernhalte.

Kurzfristiger Ausblick: Bitcoin vs. Nasdaq

Bevor wir in das tiefe Problem eintauchen, ein kurzer Blick auf das kurzfristige Trading: Der Bitcoin-Preis hat in den letzten drei Wochen (seit Mitte März) ziemlich underperformt, nachdem er Anfang März noch sehr stark war. Das haben wir bei uns im Inner Circle auch genau so erwartet.

Für die nächsten zehn Tage erwarten wir jedoch, dass sich Bitcoin recht gut halten und potenziell sogar die Nasdaq outperformen könnte. Wer das kurzfristig traden möchte, hat hier durchaus Chancen.

Das Kernproblem: STRC als "Stablecoin"-Illusion

Der Grund, warum Bitcoin überhaupt noch Stärke zeigt, liegt fast ausschließlich an Michael Saylor. Er vermarktet seine Vorzugsaktie STRC (Stretch) wie einen Stablecoin, der bei 100 Dollar stabil bleiben soll, und lockt Investoren mit einem Zinsversprechen von 11,5 %.

Abgesehen von diesem Versprechen deckt dieses Konstrukt rein gar nichts. Es gleicht eins zu eins dem damaligen Stablecoin UST von Terra Luna, bei dessen Implosion Anleger am Ende 50 Milliarden Dollar verloren haben, das war extrem schmerzhaft. Und genau dieselbe Gefahr sehe ich jetzt bei STRC. Es wird von Influencern hochgehypt, ähnlich wie damals bei Luna.

Die Mathematik des Schneeballsystems

Warum nenne ich das ein Schneeballsystem? Die harten Zahlen vom gestrigen Montag (6. April) beweisen es schwarz auf weiß.

Schauen wir uns das Rechenbeispiel an, das Saylor selbst offengelegt hat:

  • Saylor berichtete, dass er in der letzten Woche für knapp 330 Millionen Dollar Bitcoin gekauft hat.
  • Um das zu finanzieren, hat er 300 Millionen Dollar über die Vorzugsaktie STRC und weitere 170 Millionen Dollar über Stammaktien verkauft.
  • Die Rechnung: Er hat 470 Millionen Dollar an frischem Kapital eingenommen, aber nur 330 Millionen Dollar in Bitcoin investiert.
  • Die Differenz: Was passierte mit den restlichen 140 Millionen Dollar? Genau dieses Geld hat er gebraucht, um die 11,5 % Dividende für STRC an bestehende Investoren auszubezahlen.

Neue Investoren bezahlen die alten Investoren aus. Das ist die klassische Definition eines Schneeballsystems.

Dieses System wird unweigerlich implodieren, denn irgendwann wird er keine neuen Investoren mehr finden, um die alten auszubezahlen. Dann wird er (wie Terra Luna damals) versuchen, die Dividende hochzuschrauben, doch auch das wird nicht reichen. Das erste Quartal war für Saylor mit über 14 Milliarden Dollar Verlust bereits katastrophal, und ich gehe davon aus, dass wir diese Verluste im nächsten Quartal weiter sehen werden, bis es komplett runtersackt.

Der drohende Flächenbrand für Bitcoin

Wenn dieses Problem nur auf MicroStrategy isoliert bliebe, wäre es nur für deren Investoren schlimm. Aber erinnert euch an Terra Luna: UST riss Luna runter, und Luna riss den gesamten Bitcoin-Markt mit sich.

Diesmal wird es noch viel schlimmer, da der Zwischenschritt fehlt. Wenn STRC implodiert, wird das Konstrukt direkt auf Bitcoin überspringen und alles mit sich nach unten reißen. Vor genau diesem Flächenbrand habe ich Angst, weshalb ich mich derzeit besser vorsichtig verhalte und aus längerfristigen Krypto-Investments heraushalte.

Ich hoffe, diese Daten helfen euch, die Gefahren rund um STRC, MSTR und Bitcoin besser einzuschätzen.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich immer wieder spannende kurzfristige Trading-Ideen für Krypto.

Die sollte man auch ausnutzen, gerade wenn sie, wie aktuell durch die vorhersehbaren Kaufzyklen von Michael Saylor berechenbar sind.

Während die Masse blind in potenzielle Schneeballsysteme investiert, nutzen wir im Inner Circle diese Dynamiken gezielt aus. Wir warten nicht auf das Glück, sondern traden klare Szenarien: Ob es die kurzfristige Bitcoin-Stärke bis zum nächsten Ex-Dividendentag ist oder die strategische Rotation zurück in Tech-Werte, sobald sich das geopolitische "Drama-Lama" im Iran legt.

Wenn du keine Lust mehr hast, auf Influencer-Hype hereinzufallen, sondern die Märkte basierend auf harten Daten und institutionellen Flows navigieren willst, dann bewirb dich für unseren Circle. Dort zeige ich dir exakt, welche Positionen ich in meinem eigenen Portfolio aufbaue und wo wir aktuell die größten Nachkaufchancen sehen.

[Hier geht es zur Bewerbung für den Inner Circle]

Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater