Bitcoin unter 60.000 Euro: Jetzt trennt sich System von Hoffnung
5. Februar 2026
Investieren

Bitcoin unter 60.000 Euro: Jetzt trennt sich System von Hoffnung

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

1. Die Divergenz der Realitäten

Es ist Februar 2026. Wenn du im Dezember 2025 bei Bitcoin um die 90.000 Dollar saßt, kennst du dieses Gefühl: Alles wirkt logisch, alles wirkt unvermeidlich, jeder rechnet mit 100k. Insgeheim fühlt es sich an, als wäre Reichtum nur noch eine Frage von „einfach halten“.

Heute, nur zwei Monate später, ist dieses Gefühl weg. Die Zahlen sind rot. Die Tech-Giganten, die Nvidia-Derivate und KI-Highflyer korrigieren gnadenlos. Nicht, weil „Krypto tot“ wäre, sondern weil Märkte immer wieder das Gleiche tun: Sie testen, ob du ein System hast oder nur ein Narrativ.

Schau auf mein Portfolio.
Es ist grün. Es ist stabil. Liquidität ist vorhanden. Stress ist abwesend.

Das Portfolio ist seit Jahresbeginn um 11 % gestiegen (simuliert durch die grüne Linie), gegenüber 2 % für den SP500 (blaue Linie). Das reicht für dieses Jahr :DDas Portfolio ist seit Jahresbeginn um 11 % gestiegen (simuliert durch die grüne Linie), gegenüber 2 % für den SP500 (blaue Linie). Das reicht für dieses Jahr :D

Das schreibe ich nicht, um mich über dich zu erheben. Ich schreibe das nicht, um „Recht gehabt“ zu haben. Wer mich und meine Arbeit über die Jahre verfolgt hat, weiß: Recht haben ist mir egal. Recht haben ist eine Eitelkeit, die sich der Markt nicht leisten kann. Recht haben zahlt keine Rechnungen. Mein einziger Maßstab ist Kapitalerhalt und Kapitalwachstum.

Der Unterschied zwischen deiner Situation und meiner ist nicht Glück. Er ist nicht, dass ich Insider-Informationen hatte. Der Unterschied ist Disziplin. Du hast dich in ein Narrativ verliebt. Du hast geglaubt, dass „HODL“ eine Strategie ist. Ich betrachte Assets als Werkzeuge. Ich habe keine Überzeugungen, die ich nicht innerhalb von Sekunden über Bord werfe, wenn sich die Fakten ändern.


2. Die Psychologie der Überzeugung: Warum Glaube arm macht

Frag jemanden, warum er Bitcoin oder Tesla hält. Du bekommst selten eine Antwort basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Du bekommst Geschichten: „Zukunft“, „Revolution“, „Adoption“. Das ist okay als These, aber wenn eine These zur Identität wird („Ich bin Bitcoiner“), verlierst du die Fähigkeit zur Rationalität. Du verteidigst nicht mehr eine Position, du verteidigst dein Selbstbild. Dann wird jede Warnung zu „FUD“ und jede Kritik zu „Neid“.

System 1 vs. System 2
Warum dein Gehirn dich sabotiert. Wie Daniel Kahneman beschrieb, besitzt unser Gehirn zwei Modi:

  • System 1 (Der Autopilot): Emotional, impulsiv. Es kauft, weil der Chart steigt und das Dopamin kickt. Es hält, weil es den Fehler nicht zugeben will.
  • System 2 (Der Analyst): Langsam, logisch. Es fragt nicht: „Wie hoch kann es gehen?“, sondern: „Ist das Risiko mathematisch noch vertretbar?“

Die Korrektur, die wir jetzt sehen, ist nichts anderes als der Transfer von Vermögen: Von den System-1-Denkern (Hoffnung) zu den System-2-Akteuren (Regeln).


3. Anatomie des Exits: Warum ich am 31. Januar den Stecker zog

Viele sehen den Exit als „Glück“ oder „Timing“. Bullshit. Ein guter Exit ist die langweilige Konsequenz aus Kriterien. Erinnerst du dich an meinen Blogpost und das Video vom 31. Januar 2025? Der Titel war unmissverständlich: „Schluss mit Bitcoin? Warum ich alles verkauft habe!“

Die Reaktionen damals? Häme. Ich wurde als „Scammer“ beschimpft. „Du verpasst den Run!“, aber mein System 2 sah drei fundamentale Warnsignale, die jeder hätte sehen können:

1. Die MicroStrategy-Falle (Nav < 1):
Bereits am 9. Dezember, als Bitcoin bei 90.000 $ stand, warnte ich in meinem Daily Snippet: „Wenn der Net Asset Value (NAV) von MicroStrategy unter 1 sinkt, muss Saylor verkaufen.“ Was damals als „unendlicher Geld-Glitch“ gefeiert wurde, entpuppt sich jetzt als der Anker, der den Markt in die Tiefe reißt. Das war kein Zufall, das war Mathematik.

2. Die „Meme-Coin“-Realität:
Ich sagte offen: Bitcoin hat keinen Nutzen mehr außer Spekulation. Es ist ein Meme-Coin wie Doge. Wenn die Liquidität austrocknet, fallen Assets ohne Nutzen zuerst.

3. Der Gipfel der Gier (Trump-Token):
Wenn wertlose Spaß-Projekte Milliarden wert sind, klingelt der Markt.

Ich habe damals gesagt: „Vielleicht irre ich mich und verpasse die Rally meines Lebens. Aber ich schütze mein Kapital.“

Heute wissen wir: Es war keine Rally. Es war der Abgrund. Wer Regeln hatte, ist liquide. Wer Hoffnung hatte, ist „Bagholder“.


4. Die bittere Mathematik der Hoffnung

Es gibt einen Satz, den du dir einbrennen musst: Hoffnung ist keine Strategie. Wenn du auf den Kurs schaust und hoffst, dass er dreht, bist du kein Investor mehr. Du bist ein Zocker in Vegas.

Die Mathematik der Hoffnung ist grausam: Wer heute 50 % im Minus ist, braucht 100 % Gewinn, nur um wieder auf Null zu kommen. Während du gehofft hast, dass China Krypto legalisiert oder die Fed dich rettet, habe ich mich an mein Regelwerk gehalten:

  • Rebalancing in Stärke: Wenn alle gierig sind, nehme ich Chips vom Tisch.
  • Sentiment-Check: Wenn Communities zu Sekten werden und kritische Fragen verbieten, bin ich raus.

Cash ist eine Position.
Cash ist nicht Kapitulation. Cash ist Optionalität. Wer Cash hat, ist Pilot. Wer voll investiert im Minus ist, ist Passagier. Jesse Livermore sagte: „Das große Geld kommt nicht vom Denken, sondern vom Sitzen.“ In Bärenphasen ist Sitzen (in Cash) die höchste Form der Produktivität.


5. Februar 2026: Wie es jetzt weitergeht

Wir stehen an einem Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Diejenigen, die den Crash als „Ungerechtigkeit“ empfinden, werden den Markt verlassen. Diejenigen, die verstehen, dass Verluste die Studiengebühren an der Börse sind, werden bleiben und lernen.

„Julian, worin investierst du JETZT?“

Der Markt ist langweilig geworden und das ist gut. Langeweile vertreibt die Touristen. Wenn die „Moonboys“ weg sind, können die Profis wieder arbeiten. Wir schauen nicht mehr auf den Hype von gestern, sondern auf die harte Realität von morgen. Genau dafür existiert der Inner Circle.

Was wir im Inner Circle gerade tun (während andere panisch verkaufen):

  • Tiefe Analyse statt Headlines: Wir haben bereits den „Defense 2026 Report“ veröffentlicht. Wir finalisieren gerade den „Rohstoff-Report 2026“. Wenn Fiat wackelt, sind Rohstoffe der Anker. Das ist System-2-Denken.
  • Wöchentliche KI-Trading-Ideen: Jeden Montag liefert unsere KI 5 bis 15 Setups. Trades wie der UAMY-Long oder der CRCL-Short haben dieses Jahr gezeigt, was möglich ist: Weit über 100 % Rendite, mitten in einem fallenden Gesamtmarkt. Das ist der Unterschied, wenn man Daten nutzt statt Hoffnung.
  • Klarheit: Du bist in einem Netzwerk, das Rechenschaft fordert, statt Echokammern zu bauen.

Das Ziel ist nicht, den nächsten 100x Coin zu raten. Das ist Lotto. Das Ziel ist ein Portfolio, das dich nachts ruhig schlafen lässt, egal ob Bitcoin bei 100k oder 20k steht.

Wenn du bereit bist, das Casino zu verlassen und anzufangen, wie ein Profi zu arbeiten: Willkommen im Inner Circle: https://innercircle.julianhosp.com/

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater