Neues Jahr, neues Mindset: 15 Dinge, die du 2025 zurücklassen musst
2. Januar 2026
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Neues Jahr, neues Mindset: 15 Dinge, die du 2025 zurücklassen musst

Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater

Du musst keine Firma leiten, um der CEO deines eigenen Lebens zu sein und genau deshalb gehen diese 15 Punkte jeden etwas an. Ob es um die Rendite deines Schlafs oder das „Investment“ in falsche Beziehungen geht: Lerne, wie du knallhartes Unternehmer-Denken auf deinen Alltag überträgst, um 2026 nicht nur effizienter, sondern glücklicher zu sein.

Hier sind 15 Punkte, die du 2025 zurücklassen solltest, auch wenn es im ersten Moment weh tut.

1. Hör auf, Dauerbeschäftigung mit Fortschritt zu verwechseln

Du kennst das: Dein Kalender ist randvoll, jeder Tag bis zum Anschlag verplant. Du fühlst dich produktiv, weil du ständig beschäftigt bist. Doch ständige Auslastung wird zur Falle. Vielbeschäftigte verwechseln Bewegung mit Fortschritt, ein gefährlicher Trugschluss. Tatsächlich sinkt deine Wirksamkeit dramatisch, sobald du dauerhaft über 50 Stunden pro Woche arbeitest. Darüber hinaus führt Dauereinsatz zu mentaler Erschöpfung und schlechteren Entscheidungen. Während du jeden freien Slot füllst, vernachlässigst du Strategie und Erholung, genau die Dinge, die langfristig deinen Erfolg sichern.

Stattdessen: Schaffe Raum für das Wesentliche. Priorisiere Aufgaben mit hohem Einfluss statt einfach nur möglichst viele To-dos abzuhaken. Miss Erfolg an Ergebnissen, nicht an ausgefüllten Stunden. Gönn dir Puffer im Kalender, um nachzudenken und Energie zu tanken. Die wirklich erfolgreichen Unternehmer arbeiten smart, nicht nur viel. Dein Ziel ist nicht, der beschäftigtste Mensch im Raum zu sein, sondern der effektivste.

2. Hör auf, Entscheidungen aufzuschieben, bis alles perfekt ist

Je größer der Einsatz, desto lieber würdest du auf absolute Gewissheit warten, ob es um eine Investition, einen Produkt-Launch oder einen Karrierewechsel geht. Logisch gedacht: Wer alle Daten sammelt und auf den perfekten Moment wartet, minimiert das Risiko eines Fehlers. Doch dieses Zögern zerstört dein Wachstum. Während du auf Klarheit wartest, ziehen Chancen vorbei und schnellere Wettbewerber eilen voraus. Jeff Bezos betont, dass die meisten Entscheidungen mit ~70% der gewünschten Informationen getroffen werden sollten, wer auf 90% wartet, ist schlicht zu langsam. Ein falscher Entschluss lässt sich meist korrigieren, verlorene Zeit nicht. Jedes Herauszögern kostet dich Momentum, Geld und oft auch Vertrauen im Team.

Stattdessen: Lerne, mit Unsicherheit zu leben. Triff informierte Entscheidungen, sobald du ausreichend (nicht vollständig) Einblick hast. Setze klare Deadlines für Entschlüsse. Entwickle Systeme, um Feedback zügig auszuwerten und Kurskorrekturen vorzunehmen, falls nötig. Lieber bewegst du dich und lernst aus Fehlern, als in Perfektion zu erstarren. Geschwindigkeit schlägt Perfektio, besonders wenn es um Wachstum geht.

3. Hör auf, Perfektion mit Exzellenz zu verwechseln

Perfektionismus erscheint auf den ersten Blick wie eine Tugend: Du willst fehlerfreie Arbeit abliefern und höchstmögliche Qualität sichern. Rational betrachtet vermeidest du so Schwächen und schützt deinen Ruf. Doch Perfektionismus ist in Wahrheit eine Wachstumsbremse. Überzogene Ansprüche führen zu Verzögerungen, Prokrastination und geistiger Blockade. Studien zeigen, dass Perfektionismus Kreativität, Produktivität, Beziehungen und sogar das Vertrauen im Team untergräbt. Oft steckt dahinter die Angst vor Fehlern, ausgerechnet diese Angst sorgt dann dafür, dass Innovation und Umsetzung erstickt werden. Du investierst unzählige Stunden ins Polieren von Details, während Agilere längst Ergebnisse liefern.

Stattdessen: Strebe nach Exzellenz statt Perfektion. Liefere sehr gute Arbeit, aber akzeptiere, dass „gut genug“ manchmal besser ist als „perfekt und nie fertig“. Setze klare Qualitätsstandards, doch gib dir (und deinem Team) die Freiheit, iterativ zu verbessern. Mach kleine Releases, teste früh Kundenfeedback und optimiere dann. So erzielst du realen Fortschritt, anstatt einem unerreichbaren Ideal hinterherzulaufen. Dein Ziel: hohe Qualität dort, wo es wirklich zählt, statt Perfektion in jeder Kleinigkeit.

4. Lass die übertriebene Vorsicht (und Angst vor Fehlern) los

Vielleicht hast du nach einigen Erfolgen begonnen, vorsichtiger zu agieren. Du wählst lieber die sichere Option: kleine, bewährte Schritte statt großer Sprünge, um Fehler um jeden Preis zu vermeiden. Verständlich, du trägst Verantwortung und willst nichts verspielen. Doch extreme Risikoaversion wirkt wie eine unsichtbare Bremse. Sie lässt dich und dein Unternehmen zwar nicht abrupt scheitern, aber langsam versanden. Wenn du immer nur auf Nummer Sicher gehst, verpasst du Chancen auf bahnbrechendes Wachstum. Deine Vorsicht gibt dir vermeintliche Kontrolle, doch tatsächlich tauschst du mögliche große Gewinne gegen das trügerische Gefühl von Sicherheit ein. Unternehmen, die nur verwalten statt zu wagen, werden irgendwann von mutigeren überholt.

Stattdessen: Entwickle eine risikobewusste, aber mutige Haltung. Kalkuliere Risiken, nimm sie nicht blind, aber nimm sie. Frage dich bei einer großen Chance: Was ist das Worst-Case-Szenario wirklich, und könnte ich es verkraften? Oft ist der Preis eines Fehlschlags geringer als der Preis, nie etwas Großes versucht zu haben. Schaffe im Team eine Kultur, in der Experimente (und gelegentliche Fehler) erlaubt sind, solange man daraus lernt. Wage kontrollierte Experimente, so gibst du deinem Wachstum Luft nach oben. Denn ohne Wagnis kein Fortschritt.

5. Hör auf, schlechten Projekten gutes Geld hinterherzuwerfen

Ein Projekt oder Investment läuft schlecht, aber du hast schon so viel Zeit und Geld reingesteckt. Also machst du weiter, damit das Bisherige nicht umsonst war. Dieser Impuls ist menschlich, niemand gesteht gern ein, dass Mühe vergeblich war. Doch genau das ist der Sunk Cost–Trugschluss: Bereits versenkte Kosten dürfen keine Entscheidungsgrundlage sein. Indem du an einem toten Pferd festhältst, verschwendest du nur noch mehr, Geld, Zeit, Energie und blockierst neue Möglichkeiten. Diese emotionale Falle macht rationale Entscheidungen unmöglich. Viele Karrieren und Firmen haben unnötig gelitten, weil man nicht rechtzeitig den Stecker zog. Aus Trotz oder falscher Hoffnung wird aus einer kleinen Niederlage ein großer Ressourcenfriedhof.

Stattdessen: Übe dich im Loslassen. Analysiere regelmäßig objektiv, ob ein Vorhaben noch Aussicht auf Erfolg hat. Habe den Mut, konsequent abzubrechen, wenn die Fakten dagegen sprechen, egal, wie viel du schon investiert hast. Die frei werdenden Ressourcen kannst du besser in neue, erfolgversprechende Initiativen stecken. Setze dir im Voraus Stop-Loss-Kriterien: bestimmte Meilensteine oder Kennzahlen, bei deren Verfehlen du aussteigst. So bewahrst du dich davor, endlos schlechtem Geld gutes hinterherzuwerfen. Oft ist ein sauberer Schnitt die klügste Entscheidung für langfristiges Wachstum.

6. Hör auf, alles selbst machen zu wollen

Als Leistungsmensch denkst du vielleicht: „Wenn ich es selbst mache, wird es richtig gemacht.“ Oder du glaubst, Delegieren sei Zeitverschwendung, du könntest es in der Zeit schon selbst erledigt haben. Außerdem fühlt es sich gut an, überall die Kontrolle zu behalten. Doch dieses Alles-Selbermachen-Müssen ist ein Wachstums-Killer. Du machst dich selbst zum Engpass in deiner Firma. Während du dich in operative Details verstrickst, bleibt keine Zeit für Strategie. Unternehmen, deren Chefs nicht delegieren, wachsen nachweislich langsamer CEOs mit hoher Delegationsfähigkeit erzielten im Schnitt über 100 Prozentpunkte mehr Wachstum als solche, die alles an sich reißen. Und mal ehrlich: Niemand kann auf Dauer alles gleich gut. Gewisse Aufgaben würden andere vielleicht 80% so gut machen wie du, aber du gewinnst 100% Zeit für Größeres.

Stattdessen: Bau ein starkes Team auf und vertrau ihm. Finde Leute, die in ihren Bereichen besser sind als du, und gib ihnen Verantwortung. Delegieren heißt nicht Kontrollverlust, sondern Multiplikation deiner Wirkung. Lerne, Aufgaben klar zu übertragen, und erwarte keine Perfektion beim ersten Mal, Coaching gehört dazu. Konzentrier dich auf das, was nur du tun kannst: Vision vorgeben, Schlüsseldeals einfädeln, Menschen inspirieren. Alles andere darf (und sollte) jemand übernehmen. So skaliert dein Erfolg über deine eigene Kapazität hinaus. Dein Unternehmen wächst, wenn du loslässt.

7. Verabschiede dich vom 24/7-Hustle-Mythos

In Gründer- und High-Performer-Kreisen hält sich der Mythos: Wer immer schuftet, wer kaum schläft und 24/7 „grindet“, ist besonders hart und erfolgreich. Vielleicht hast du selbst innerlich applaudiert, wenn du wieder bis 2 Uhr nachts gearbeitet hast, Zeichen von Hingabe, oder? In Wahrheit ruinierst du damit deine Leistungsfähigkeit. Dauerstress und Schlafmangel machen dich langsamer, unklarer im Kopf und letztlich krank. Fast 9 von 10 Unternehmern kämpfen mit mentalen Problemen wie Stress oder Erschöpfung. Das ist kein Zufall: Wer sich pausenlos verausgabt, zahlt den Preis, in Form von Burnout, Fehlentscheidungen und nachlassender Innovationskraft. Dein Körper und Geist sind dein wichtigstes Kapital. Wenn du sie auspresst, werden sie es dir heimzahlen, möglicherweise mit einem Zusammenbruch, der dein Business komplett lahmlegt.

Stattdessen: Gib Erholung einen festen Platz in deinem Erfolgsplan. Sieh Schlaf, Bewegung und Auszeiten nicht als Schwäche, sondern als strategische Ressourcen. Plane regelmäßige Pausen wie Termine ein. Schalte ab, bevor du komplett leerläufst. Kreativität und gute Ideen kommen selten nach der 16. Arbeitsstunde, oft aber unter der Dusche oder beim Spaziergang. Hochleistung heißt auch, die eigenen Grenzen zu respektieren. Arbeite mit hohem Fokus in deinen Kernstunden, aber gönn dir dann bewusst Regeneration. Ein klarer Kopf und ein gesunder Körper sind dein Wettbewerbsvorteil und Voraussetzung, um 2026 richtig durchzustarten.

8. Hör auf, Chaos durch fehlende Systeme zu tolerieren

Vielleicht warst du zu Beginn stolz darauf, alles flexibel und spontan zu schaffen. Keine Formalitäten, keine Prozesse, du regelst die Dinge, wenn sie anfallen. Das geht eine Weile gut, doch mit wachsender Firma wird Improvisation zum Dauerfeuer. Fehlende Systeme erzeugen Chaos, das dein Wachstum erstickt. Was mit 5 Kunden noch improvisiert klappt, bricht bei 50 Kunden komplett auseinander, doppelt so viele Kunden = doppelt so viele Probleme, wenn keine Strukturen da sind. Statt planbar zu skalieren, bekämpfst du jeden Tag neue Brände. Du und dein Team verschleißt euch im permanenten Reagieren, weil klare Prozesse fehlen. Qualität leidet, Kunden erleben Inkonsequenz, und nichts läuft ohne deinen persönlichen Einsatz.

Stattdessen: Bau frühzeitig einfache, effektive Systeme. Dokumentiere Abläufe, automatisiere wiederkehrende Aufgaben, schaffe Checklisten. Keine Sorge: Das nimmt dir nicht die Flexibilität, es schafft Stabilität, auf der du kreativ aufbauen kannst. Ein gutes System fängt euch auf, wenn die Komplexität steigt. Deine Firma soll auch funktionieren, wenn du mal im Urlaub bist oder plötzlich doppelt so viele Aufträge kommen. Ordnung schlägt Chaos, besonders wenn du wachsen willst. Lieber verlässliche Prozesse als tägliche Heldentaten, damit du dich auf die wirklich wichtigen Entscheidungen konzentrieren kannst.

9. Hör auf, jedem neuen Trend hinterherzujagen

Der neueste Hype in deiner Branche? Du bist sofort Feuer und Flamme, willst es ausprobieren, schließlich könnte darin die nächste Goldgrube liegen. Als ambitionierter Mensch bist du von Natur aus neugierig, immer auf der Suche nach der nächsten großen Sache. Doch dieses „Shiny Object Syndrome“ zerreibt dich. Jeder neue Trend, dem du hinterherjagst, zieht Fokus, Zeit und Geld von deinem Kerngeschäft ab. Du fängst immer wieder von vorne an, statt etwas zu Ende zu bringen. Es wird zum Muster: Kaum wird es bei einer Strategie schwierig oder langweilig, springst du zur nächsten Idee. Dein Team verzweifelt an ständig wechselnden Prioritäten, und am Ende hast du viel angezettelt, aber wenig abgeschlossen. Die ewige Jagd nach dem Neuen hinterlässt dich erstaunlich unzufrieden.

Stattdessen: Entwickle Disziplin im Fokus. Beobachte neue Entwicklungen, klar. Aber prüfe kritisch, ob sie wirklich zu deiner Vision passen, bevor du reinspringst. Definiere deinen strategischen Kern und bleib ihm treu. Neue Ideen kommen auf eine Liste; setze nur gezielt wenige um, die dein bestehendes Geschäft stärken. Trainiere dich, Dinge auch durchzuziehen, gerade wenn es zäh wird, oft kommt der Durchbruch nach der Durststrecke. Sag öfter Nein zu verlockenden Ablenkungen, damit dein Ja zu den richtigen Chancen volle Kraft bekommt. Deine Energie ist begrenzt; investiere sie weise, statt sie zu verzetteln.

10. Hör auf, dich an veraltete Erfolgsrezepte zu klammern

Das Gegenteil vom Shiny-Object-Syndrom: Du ignorierst hartnäckig neue Entwicklungen. Warum solltest du dich auch schon wieder auf ein neues Tool, eine neue Plattform oder einen „Hype“ einlassen? Schließlich hat dein bewährtes System jahrzehntelang funktioniert. Diese modernen Trends überlässt du lieber den Jüngeren. Doch diese Haltung ist brandgefährlich. Wer sich weigert, mächtige Trends anzunehmen, bekämpft letztlich die Zukunft. Beispiele gibt’s genug: Firmen, die das Internet, Smartphones oder Social Media als vorübergehende Spinnerei abtaten und heute vom Markt verschwunden sind. 2025 ist Künstliche Intelligenz so ein Trend: offensichtlich, überall diskutiert und doch tun sich viele Etablierte schwer, ihn wirklich zu nutzen. Dein bisheriges Erfolgsrezept wird mit jeder verpassten Innovation ein Stück mehr zur Altlast. Die scheinbare Sicherheit der alten Methode wird zur Falle.

Stattdessen: Bleib neugierig und lernbereit, egal wie erfolgreich du schon bist. Du musst nicht jedem Hype folgen (siehe Punkt 9), aber identifiziere die wirklich relevanten Trends in deinem Umfeld und experimentiere damit, bevor es alle anderen tun. Richte dein Mindset auf kontinuierliche Erneuerung aus: Was würde ich tun, wenn ich heute neu anfangen würde? Fördere im Team das Testen neuer Tools und Ansätze, ohne gleich alles Alte über Bord zu werfen. Es geht darum, rechtzeitig die Welle zu reiten, statt von ihr überrollt zu werden. Wer große Trends frühzeitig embraced, bekommt Rückenwind statt Gegenwind.

11. Hör auf, Entscheidungen in endlosen Abstimmungen zu ersticken

Du willst ein guter Leader sein und dein Team mitnehmen. Also beziehst du alle mit ein; jede Entscheidung wird so lange diskutiert, bis jeder seinen Segen gibt. Klingt nach fairer, moderner Führung, alle fühlen sich gehört. Doch in Wirklichkeit sabotierst du damit Tempo und Klarheit. Wenn du versuchst, jeden ins Boot zu holen, trittst du vor lauter Abstimmung oft auf der Stelle. Es scheint harmonisch, niemand streitet, aber am Ende verlässt jeder den Meetingraum unklar, was nun gilt, wer verantwortlich ist und wie schnell es gehen soll. Entscheidungsrunden ziehen sich ewig, während Marktchancen verstreichen. Im schlimmsten Fall entsteht unterschwelliger Frust, weil nichts vorangeht, und du selbst brennst aus beim Versuch, es allen recht zu machen.

Stattdessen: Hab den Mut zur klaren Führung. Hol dir Meinungen ein, ja. Fördere konstruktiven Widerspruch unbedingt. Aber dann triff du (oder der zuständige Entscheider) eine klare Entscheidung. Ersetze Konsens durch Klarheit und Commitment: Lieber ein Team, das hinter einer Richtung steht, auch wenn nicht jeder 100% seiner Lieblingslösung bekommt, als endloses Warten auf Einstimmigkeit. Mach deutlich, wer die Entscheidungsverantwortung trägt. Und wenn es mal knirscht: „Disagree and commit“ uneinig sein, aber sich trotzdem gemeinsam auf den Weg machen. So entsteht Bewegung statt Stillstand. Deine Aufgabe ist nicht, alle glücklich zu machen, sondern alle ins Ziel zu führen.

12. Leg den Drang ab, von allen gemocht zu werden

Vielleicht ertappst du dich dabei, unbequeme Entscheidungen aufzuschieben, weil du niemanden verärgern willst. Du genießt es insgeheim, der „beliebte Chef“ zu sein, und triffst lieber konsensfähige Kompromisse als einmal richtig auf den Tisch zu hauen. Doch Führung ist kein Beliebtheitswettbewerb. Wer Management-Entscheidungen danach ausrichtet, was gerade populär oder bequem ist, führt sein Unternehmen in die Mittelmäßigkeit. Wenn du jedem gefallen willst, wirst du unweigerlich Prinzipien verraten, vielleicht hältst du leistungsschwache Mitarbeiter aus Nettigkeit, gibst bestimmten Kollegen bevorzugte Behandlung oder weichst deine Strategie auf, um niemanden zu kränken. Kurzfristig gibt es weniger Reibung, ja. Langfristig verlierst du aber den Respekt deines Umfelds. Dein Team merkt schnell, wenn es dir mehr um Zustimmung geht als ums Richtige. Das Ergebnis: sinkende Leistungsbereitschaft, schwelende Ungerechtigkeiten und letztlich fehlende Glaubwürdigkeit deiner Führung.

Stattdessen: Akzeptiere, dass nicht jeder deiner Schritte Applaus bekommt und dass das okay ist. Deine Aufgabe ist, das Richtige für die Firma und Vision zu tun, nicht allen ständig ein gutes Gefühl zu geben. Triff faire, transparente Entscheidungen, auch wenn sie unpopulär sind. Kommuniziere das „Warum“ klar, behandle alle gerecht, aber hab keine Angst vor Konflikten, wenn sie nötig sind. Paradoxerweise gewinnst du so auf Dauer mehr Respekt und der ist wertvoller als kurzfristige Beliebtheit Deine Leute müssen dich nicht immer mögen, aber sie sollen wissen, wofür du stehst. Beliebigkeit schafft keine Führungspersönlichkeit, Haltung schon.

13. Gib die Ausreden und Schuldzuweisungen ab

Der Markt ist schlecht, die Kunden verstehen es nicht, dein Team hat geschlampt, die Bürokratie war schuld, es gibt immer Gründe außerhalb von dir, warum ein Plan scheiterte. Dieses Spiel kennt jeder: die eigene Verantwortung kleinreden und die Schuld auslagern. Doch je länger du äußere Umstände verantwortlich machst, desto weniger wächst du. Wer ständig Ausreden findet, schafft eine Kultur der Angst und Defensive. Mitarbeiter verstecken Fehler, statt daraus zu lernen; Innovation wird erstickt, weil keiner Risiken eingeht, wenn beim Scheitern der Pranger droht. Und du betrügst dich selbst: Solange immer „die Anderen“ schuld sind, wirst du nie ehrlich analysieren, was du hättest besser machen können. Du gibst damit auch die Kontrolle ab, denn wenn stets äußere Kräfte schuld sind, tust du ja scheinbar alles perfekt und kannst nichts ändern.

Stattdessen: Übernimm radikal Verantwortung für deine Ergebnisse. Frag dich nach jedem Misserfolg: Was hätte ich anders machen können? Was lernen wir daraus? Das heißt nicht, externe Faktoren zu ignorieren, aber es heißt, dich nicht hinter ihnen zu verstecken. Kultiviere einen offenen Umgang mit Fehlern: deinen eigenen und denen im Team. Wenn etwas schiefgeht, sucht gemeinsam nach Lösungen statt nach Sündenböcken. Diese Haltung, weg vom Blame Game, hin zu „Was jetzt?“ schafft Vertrauen und setzt Energie frei, um Dinge wirklich zu verbessern. Weniger jammern, mehr gestalten: So kommst du aus der Opferrolle raus und zurück ans Steuer.

14. Spreng deine Echo-Kammer (umgib dich nicht nur mit Jasagern)

Wer sagt dir die Wahrheit? Viele Führungskräfte umgeben sich (oft unbewusst) mit Menschen, die ihnen nach dem Mund reden. Vielleicht hast du dir loyale Mitarbeitende herangezogen, die deine Entscheidungen nie infrage stellen. Für dein Ego ist das angenehm, es fühlt sich an, als hättest du vollen Rückhalt. Doch ein Team aus lauter Ja-Sagern ist ein Rezept für Desaster. Wenn niemand mehr widerspricht, werden Fehlentscheidungen nicht rechtzeitig hinterfragt. Kritische Risiken bleiben unentdeckt, Kreativität wird erstickt. Kurzfristig scheint der Laden rund zu laufen (weil ja niemand „Nein“ sagt), aber in Wahrheit fehlen diverse Perspektiven. Du bekommst nur gefilterte Informationen, Probleme werden beschönigt, bis es knallt. Zudem fühlen sich fähige Leute nicht gehört und schalten innerlich ab oder gehen ganz.

Stattdessen: Fordere und fördere Widerspruch. Mach klar, dass du abweichende Meinungen schätzt. Stell aktiv die Frage: „Was übersehe ich?“ oder „Wer sieht das anders?“. Hol Leute ins Team, die nicht alle so denken wie du. Gestalte Meetings so, dass auch leise Stimmen Gehör finden (z.B. erst Meinungen einholen, bevor du deine Sicht sagst). Feiere nicht nur Erfolge, sondern auch, wenn jemand mutig eine unbequeme Wahrheit ausspricht. Eine Kultur, in der konstruktiver Diskurs normal ist, verhindert Blindflüge und führt zu besseren Entscheidungen. Denk dran: Du brauchst keine Cheerleader, sondern ehrliche Mitstreiter, die dich auch mal challengen. Lieber unangenehme Fragen jetzt als teure Konsequenzen später.

15. Hör auf, Gesundheit und Beziehungen als vernachlässigbar zu sehen

Du bist so fokussiert auf Karriere und Business, dass alles andere hintenansteht: Schlaf, Bewegung, gesunde Ernährung, Zeit für Familie, das „mach ich später, wenn das große Ziel erreicht ist“. Schließlich musst du jetzt hustlen, oder? Dieser Aufschub rächt sich bitter. Dein Körper und deine engsten Beziehungen lassen sich nicht endlos auf Stand-by stellen, ohne Schaden zu nehmen. Viele merken es erst, wenn es zu spät ist: ein Zusammenbruch der Gesundheit, der alle Pläne lahmlegt, oder ein entfremdetes Privatleben, das durch Erfolg nicht zurückgewonnen werden kann. Was nützt dir mehr Geld oder Einfluss, wenn du zu ausgelaugt bist, es zu genießen, oder niemand da ist, der sich mit dir freut? Die versteckten Kosten, wenn du Gesundheit und Beziehungen opferst, sind enorm: Deine mentale Leistungsfähigkeit sinkt, Kreativität leidet, Entscheidungen werden schlechter und im schlimmsten Fall bricht alles weg, weil du selbst zusammenbrichst.

Stattdessen: Betrachte deine körperliche und mentale Fitness als Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg, nicht als Luxus. Plane Zeit für Sport, Schlaf und Familie genauso ein wie Meetings. Zieh klare Grenzen: Arbeit ist wichtig, aber Pausen und private Zeit haben ebenfalls Priorität, ohne schlechtes Gewissen. Erkenne, dass du langfristig mehr erreichst, wenn du in dich selbst investierst. Ein gesunder, ausgeruhter Unternehmer trifft bessere Entscheidungen, ist kreativer und ausdauernder. Deine Beziehungen wiederum geben dir Rückhalt und Inspiration, die kein Business-Tool ersetzen kann. 2026 sollte das Jahr sein, in dem du als Mensch florierst, dann wird es dein Unternehmen automatisch auch tun.


Du hast gerade gelesen, dass du 2026 aufhören sollst, veralteten Erfolgsrezepten hinterherzujagen (Punkt 10) und aufhören musst, Dauerbeschäftigung mit Fortschritt zu verwechseln (Punkt 1).

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Julian Hosp
Julian HospUnternehmer / Investor / Athlet / Familienvater